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Ramen

Ramen ist das neue iPhone: Rekord-Warteschlange

Bloß günstiger. Aber wie soll man denn das finden?

von Jelisa Castrodale
30 Juni 2017, 10:34am

Foto: City Foodsters | Flickr​ | CC BY 2.0

Am 15. Juni eröffnete das erste Ichiran Ramen-Restaurant in Taiwan. Bei Ramen neigen die Menschen zu überschwänglicher Begeisterung, das ist nichts Neues. Aber bei diesem Laden hielt sich die Warteschlange über mehr als zehn Tage.

Richtig: Mehr als 250 Stunden am Stück standen Menschen vor dem Laden Schlange, scrollten auf ihren Handys sinnlos durchs Netz warteten, dass in dem 24-Stunden-Restaurant ein Platz frei wird. Setzen wir das mal ins Verhältnis: 250 Stunden reichen fast aus, um jede einzelne Folge von Breaking Bad, Orange is the New Black, Sherlock , Downtown Abbey und sowohl die amerikanische als auch die britische Version von The Office zu gucken. Also ja, das ist verdammt lange.

Als das Ichiran seine Pforten erstmals öffnete, warteten bereits 200 Leute vor dem Laden auf einen der 60 Plätze. Selbst Temperaturen über 34 Grad hielten die Leute nicht davon ab, sich für eine Schüssel tonkatsu-Ramen anzustellen, das einzige Gericht auf der Karte. Wie Hong Kong Economic Journal berichtet warteten zwischen 6 Uhr und 10 Uhr morgens zwischen 40 und 100 Menschen vor dem Restaurant, doch zwischen 23 Uhr und 3 Uhr nachts warteten durchschnittlich 200 Leute fast zwei Stunden auf ihr spätnächtliches Essen.

Hong Kong Economic Journal schreibt weiter, dass der vorherige Rekord für eine konstante Warteschlange vor einem Restaurant 2013 in Hong Kong gesetzt wurde – bei der Eröffnung eines weiteren Ichiran-Ladens. 196 Stunden lang gab es damals eine Schlange vor dem Restaurant. Es gibt zwar 60 Ichiran-Filialen in Japan, doch außerhalb des Landes nur noch welche in Taiwan, Hong Kong und Brooklyn. Als der Laden in Brooklyn letzten Oktober eröffnete, warteten mehr als 200 Menschen davor.

Einige sind von der Ramen im Ichiran so verzückt und bezeichnen sie als "die beste Ramen der Welt", andere sind jedoch der Ansicht, dass das Ganze nicht der Mühe wert sein kann. "Dieser peinliche Weltrekord ist jetzt zum Glück vorbei", motze ein Online-User. Andere fanden es "ein bisschen dumm", sich dafür so lange anzustellen.

Auch wenn es nicht die beste Ramen der Welt sein mag, versprach Ichiran seinen taiwanesischen Kunden dieselbe Qualität wie in den Separées zur "Aromakonzentration" in Japan. Das Unternehmen hat sogar einen eigenen Spezialisten für Nudelherstellung in Taipei eingestellt, um die Produktion "täglich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzupassen, damit perfekte, auf Bestellung frisch gemachte Ichiran-Nudeln hergestellt werden können."

Viele von uns haben bestimmt schon länger als zwei Stunden für etwas weniger Leckeres angestanden (ja, ich rede von Dixie-Klos). Und hey, wenn die Warteschlange sich ganze zehn Tage gehalten hat, muss doch irgendwas gut daran sein. Selbst wenn es nur eine einzige Sache ist.

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