Drogen

55-Jährige sucht ihr Gebiss und lockt damit Polizei ins eigene Drogenversteck

Ihre Zähne hat sie mittlerweile wieder, aber drei Personen bekommen jetzt Anzeigen.
Foto: VICE Media

Wer in seiner eigenen Wohnung Cannabis anbaut, versucht Polizeibesuche zu vermeiden. Dieses Jahr lieferte zwar schon einige spektakuläre Pflanzenfunde – ein Mann setzte mit seiner Plantage eine Wohnung in Brand, der andere wurde von seinem Nachbarn verpfiffen, der selbst Cannabis-Aktivist ist. Aber der Fall einer 55-Jährigen aus Neumarkt in der Oberpfalz kann das noch überbieten: Sie rief selbst die Polizei zu ihrer Wohnung, in der sie Gras anbaute, weil sie ihr Gebiss verloren hatte.

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Nach Angaben der Neumarkter Polizei war die Frau am Samstagabend feiern. Wieder Zuhause, fiel ihr auf, dass ihr Gebiss im Wert von etwa 7.000 Euro verschwunden war. Daraufhin rief sie die Polizei zu sich in die Wohnung, um das Gebiss als gestohlen zu melden. "Als die Frau die Tür öffnete, nahmen die Kollegen einen süßlichen Geruch wahr", sagt ein Polizeisprecher gegenüber VICE. In der Wohnung fanden sie schließlich rund 50 Gramm Cannabis, elf Cannabispflanzen in einer Growbox und Pilze – jedoch nicht das gesuchte Gebiss.


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Spätestens jetzt hätte die Frau wohl besser den Mund halten sollen. Stattdessen teilte sie der Polizei mit, dass sich das Gebiss womöglich in der Wohnung einer 64-jährigen Bekannten befinde. Dort sei sie zuvor gewesen und habe dort auch schon Drogen konsumiert. Natürlich fuhren die Polizisten zur Wohnung der zweiten Frau, in der sie auch einen weiteren Bekannten der Gebisslosen und noch mehr Cannabis vorfanden, aber nur in geringen Mengen. Das Gebiss befand sich dann allerdings tatsächlich auch dort: "Es war in einem Glas im Badezimmer", so der Polizeisprecher.

Und während völlig unklar bleibt, wie zur Hölle man sein Gebiss verlieren kann, ist laut Polizei sicher, dass sie gegen die drei Personen Strafanzeige erstatten wird.

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