Drogenhandel

Der Chemical Love-Boss muss für knapp 15 Jahre in Haft und schuldet dem Staat 10 Millionen Euro

Auch weil der Kopf des ehemals größten europäischen Online-Drogenshops die Codes für die Bitcoin-Beute bis heute verschweigt.
06 Juni 2017, 11:00am

Die vorerst letzte Klappe im Drama um Chemical Love ist gefallen: Im Prozess gegen die Betreiber des ehemals größten europäischen Drogen-Webshops hat das Landgericht Landau heute ein Urteil gefällt. Kopf der Bande und Sohn des früheren Fußballprofis Walter Kelsch muss für 14 Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Damit bleibt das Gericht nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 15 Jahren und sechs Monaten. Die beiden Mitangeklagten und Brüder Denis T. und Rene L. bekamen jeweils sieben Jahre und drei Monate.

Der vorsitzende Richter Urban Ruppert sah als erwiesen an, dass Kelsch junior die Fäden hinter Chemical Love gezogen hat und unter seinem Kommando über hundert Kilogramm Drogen nach Deutschland geschmuggelt und verkauft wurden. Zur vielseitigen Substanz-Palette des Drogen-Webshops gehörten Ecstasy, MDMA, Gras, Crystal Meth, Kokain, LSD, Heroin und Amphetamin. Rund 3,5 Millionen Euro Umsatz hat das Trio in einem knappen Jahr zwischen 2015 und 2016 umgesetzt, der Großteil davon floss jedoch in die Tasche des Bandenchefs. Die hohe Freiheitsstrafe erhielt Kelsch auch unter Berücksichtigung einer früheren Verurteilung wegen Handels mit Crystal Meth.

... weiterlesen auf Motherbaord.

Folge VICE auf Facebook, Instagram und Snapchat.