
Wirginia Szmyt: Nein, überhaupt nicht. Das war in einem Seniorenclub und da waren nicht viele Leute. Als ich vor dreizehn Jahren angefangen habe, war alles noch anders. Da gab's Kassetten und CDs und man musste die Songs zum Teil per Hand zurückspulen. Heute ist die Technik weiter fortgeschritten. Wenn ein Vierjähriger mit dem Handy umgehen kann, warum soll es ein alter Mensch nicht können? Was hältst du von moderner Musik? Widersprichst du dem Klischee, dass alte Leute davon genervt sind?
Ich finde, jede Art von Musik ist schön. Klar ist die ältere Generation an andere, langsamere und nostalgischere Rhythmen gewöhnt. Und junge Leute mögen das Neue, das ist ganz normal. Wenn sie es nicht täten, gäbe es keine Weiterentwicklung. Das Einzige, was ich nicht mag, ist, wenn die Musik so laut ist, dass man keinen Rhythmus mehr erkennen kann, weil man nur noch Krach hört. Aber wenn den jungen Leuten das gefällt, das Blitzen des Lichts, der Rauch, dann brauchen sie das eben. Die Musik der jungen Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, gefiel mir gut. Ich weiß nicht, ob das Electro, House oder Techno heißt, aber da sind Rhythmen, die sich wiederholen, aber trotzdem stetig verändern. Es wird immer größer und eindrucksvoller und turnt einen richtig an. Was glaubst du, ist das Problem von jungen Leuten heute?
Viele Mädchen werden nach One-Night-Stands schwanger. Sex ist heute verfügbarer als für frühere Generationen in Polen. Man geht auf eine Party, lernt jemanden kennen, man mag ihn, geht mit ihm ins Bett und denkt sich nichts dabei. Ich finde es besser abzutreiben, als das Kind nach der Geburt umzubringen. Aber da Abtreibung in Polen verboten ist, kommt es vor, dass Neugeborene einfach in den Müll geworfen werden. Solche Leute sollte man kastrieren.