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It's still real to me, damn it!

Vince McMahons größte Matches: Gegen Donald Trump

Dieses Mal: McMahon vs. Donald “die sinnliche Spitzlippe” Trump

Bei manchen Frisuren hilft nur noch Haarausfall. Solange die Borsten nämlich dran sind, besteht immer die Gefahr, dass irgendein geistesschwacher Friseur dich zu etwas (Achtung!) “Frechem” überredet und den Kundenkopf in ein (ACHTUNG!) “Kunstwerk” verwandeln will – und schon siehst du aus wie WWE Superstar-Sheamus als Tennisbal-Skinhead. Ich empfehle also sicherheitshalber Vitaminmangel und viel Disstress. Alternativ kannst du dir natürlich auch einen Milliardär angeln, der dir das Haupthaar stilecht vor Millionenpublikum von der Murmel rupft. Donald Trump zum Beispiel schert dich für läppische 5 Millionen Dollar kahl.

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McMahon vs. Donald “die sinnliche Spitzlippe” Trump

Noch ein Milliardär, noch ein Kampf der Egos, noch ein Krieg der Welten. Die Neuerung: Diesmal geht es ans Eingepflanzte. Gemeint sind damit die Locken der beiden Bosse, die sich erstaunlich füllig ausnehmen, wenn man mal den fortgeschrittenen Zellverfall dieser zwei enigmatischen Urzeit-Körper bedenkt und sich vor Augen führt, wie andere im selben Alter oberhalb der Stirn-Sollbruchstelle aussehen.

Das ist aber noch lange nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen Vinnie Mac und The Donald. Abgesehen vom Kopfschmuck haben nämlich auch beide ein Firmenimperium (check), sind gern im Fernsehen (check) und schmieren andere mit dreckigen Untergriffen vor laufender Kamera an (doppelcheck – Trump zum Beispiel hat eine Zeitlang Rosie O’Donnell gedisst, weil diese angeblich bei seiner Hochzeit außerdem wie ein Schwein über den Hochzeitskuchen hergefallen ist).

Ach ja, und beide lieben die Worte „You’re fired“, die sie bei jeder Gelegenheit munter vor sich hinsagen, wie andre ein „Hallo, wie geht’s“. Hier ist die altbekannte, etwas einfache Donald-Version des Burner-Spruchs:

Okay soweit. Und hier zum Vergleich das Adrenalin-geschwängerte Reibeisen-Gebell von Mr. McMahon:

Schwer zu sagen, wer hier wohl wem Tantiemen schuldet. In jedem Fall hatte Vince die lauteren NLP-Trainer. Vom Unterhaltungswert stehen sich allerdings beide in nichts nach, wie ihre gemeinsame Wrestling-Storyline aus dem Jahr 2007 zeigt. Nach Jahren des gegenseitigen Stichelns und Ziepens sollte es bei Wrestlemania 23 endlich zum epischen „Auge um Auge, Haar gegen Haar“-Kampf kommen.

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Der Deal: Jeder durfte sich von einem richtigen Wrestler im Ring vertreten lassen – allerdings bekam derjenige, dessen Wrestler verlor, direkt danach die Haare geschoren. Nicht stellvertretend, sondern in echt. Und plötzlich war auch der Mainstream da und gaffte ganz ungeniert, während der eine Vorstandsvorsitzende dem anderen Vorstandsvorsitzenden vor einem Millionenpublikum das Chitin Keratin vom Dickschädel schabte. Ganz großes Tennis!

Zwar durfte The Donald seinen verfilzten Kopf-Bieber behalten, aber dafür sah man den Mac-Man völlig entwürdigt und verquollen um sein Leben weinen, während Immobilienmogul Trump mit einem dreckigen Grinsen tat, wofür er ironischerweise mit knapp 5 Millionen Dollar bezahlt wurde.

Wie dem auch sei, diese Runde geht wohl an McMahons Kontrahenten. Oder zumindest fast. Denn auch wenn er bei Wrestlemania wie ein räudiger Hund vorgeführt wurde, hatte Vinnie doch das letzte Wort. Genaugenommen die letzten drei Wörter. Erraten? Ganz recht. Kaum war das Haar nachgewachsen, ließ McMahon den Donald noch einmal antanzen, um ihn vor der ganzen Welt mit seinen eigenen Lieblingsworten zu blamieren:

Ich denke, das ist ein Bingo.

Wenn mich nicht alles täuscht, ist diesen McMahon damit immer noch ungeschlagen im ewigen Turnier gegen den Rest der Welt. Langsam sollten wir uns wohl damit abfinden, dass ihn so schnell nichts kaputt macht – auch kein beschissenes Youtube-Video, an dem jemand seine Windows Movie Maker-Expertenkenntnisse vorführt (glaubt mir, es gibt leider keine Videoversion des Vorfalls, die nicht zombifiziert und von blöden Effekten ruiniert wurde). Aber egal. Das hier ist schließlich auch nicht der Ort für empfindliche Ästheten. Und wer könnte das deutlicher machen als sein nächster Gegner: Stone Cold Steve Austin. Bis dahin: Mahalo!