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Warum der Herbst nur semi-beschissen ist

Wenn du gerne ausgehst, musst du den Herbst einfach mögen.

Foto via Flickr | Luca Sartoni | CC BY-SA 2.0

Es regnet. Der Wind geht. Es ist kalt. Richtig, die Scheiß-Jahreszeit ist angebrochen. Na gut, die Vorscheiß-Jahreszeit: Der Herbst ist da. Da hilft kein Heulen und auch kein nochmal-schnell-ins-Solarium-legen, um die Sommerbräune, die ihr euch hart erkämpft habt, zurückzuholen. Ein paar Gründe, wieso das—auf Konzerten oder in anderen Zusammenhängen—ab und zu sogar nur semi-beschissen ist.

Endlich wieder Indoor-Konzerte

Outdoor-Konzerte sind cool? Ja klar, sind cool. Solange, bis du aufs Klo musst. Weil was gibt es im Normalfall auf Open Airs? Richtig. Dixie-Klos. Die Liste an Vorzügen dieser wunderbaren Freiluftorte ist so lange, ich werde nicht beginnen, sie hier aufzuzählen. Ich würde lieber an diese Stelle das Wort setzen, das ich meiner Meinung nach doch noch nicht überstrapaziert habe: Geschlechtskrankheiten.

Du kannst wieder unbequemes Gewand tragen ohne zu sterben

Du kannst wieder Leder, Pelz und all die anderen Sachen tragen, für die es sonst zu heiß ist oder für die du moraltechnisch angeklangt werden würdest. Ab und zu wirst du sie verfluchen, die schwarze Lederhose, weil du nicht weißt, wie du dich—wenn du dich einmal hineingezwängt hast—wieder herausschälst. One Night Stands nach einem Konzert, auf dem du eben jene trägst, sind also keine so gute Idee. Du hast wahrscheinlich geschwitzt, wobei die (wahrscheinlich aus Kunst-)Leder bestehende Hose mit deinen Beinen eine grausam-unangenehme Symbiose eingegangen ist. Dich da wieder rauszumanövrieren, ist ein unschönes Ereignis, bei dem wirklich niemand zusehen sollte. Wenn nichts hilft, dann scissor, sister. Was daran positiv ist? Du wirst dir keine Geschlechtskrankheiten einfangen.

Königin Strumpfhose

Du musst nicht mehr länger dir und allen anderen weismachen, dass du es super findest, jeden Tag dein kürzestes Kleid (gut, das hier ist nur für die Ladys und für Männer, mit Geschmack) anzuziehen. Strumpfhosen sind schon sehr super und praktisch. Oder lange Hosen. Man könnte hier schon wieder die Brücke zu diversen Geschlechtskrankheiten schlagen. Aber ich will den Begriff Geschlechtskrankheiten natürlich nicht überstrapazieren.

Mehr Konzerte, mehr Alkohol, geringere Todesgefahr

Hitze und Alkohol sind eigentlich kein gutes Paar. Noch nie erlebt, nach dem zweiten Bier schon kurz vor dem Herzkasperl zu stehen? Dann probier’s mal aus bei 35 Grad. Machst du eh nur einmal. Wenn du nicht unbedingt Festival-Fan bist, tut sich im Sommer bekanntermaßen musikalisch ziemlich wenig. Sofern du also keine befreundeten Bands hast, die dir schnell mal ein Wohnzimmerkonzert spielen, sieht’s ziemlich arm aus mit Live-Musik. Herbst ist viel besser. Neue Alben kommen raus, die Bands müssen wieder touren. Und du hast nach dem absolut besoffenen Sommer (keine Konzerte = viel mehr Alkohol, was sollst du auch sonst tun!) wieder einen klareren Kopf, dich denen zu widmen. Beziehungsweise kannst du dort auch weitertrinken, weil es ja eben NICHT heiß ist. Ihr seht, das hat alles Hand und Fuß, Katze beißt sich in den Schwanz, Kreis schließt sich und so weiter.

Hab ich schon die Lederjacke erwähnt?

Lederjacke.

Das Make Up hält wieder

Keine Bäche aus rot-braun-whateverfärbigem Rinnsal auf Wangen, Hals und am besten auf der Keidung. Wer schon mal voll geschminkt in der engen, stickigen und vollgestopften Wiener Arena gestanden ist, weiß, wovon ich rede. I feel you. Und nein, kein Make up ist keine Option. Schließlich hat man nicht immer seine Lederhose an, schläft deshalb nicht JEDE Nacht zuhause, ab und zu also außerhalb und dann wahrscheinlich eher ganz wenig. An diesen Tagen wirst du sie lieben, die Puderdose. Wenn es eben nicht gerade heiß ist.

Das waren jetzt mal einfach ein paar Gründe, wieso Herbst gar nicht Scheiße ist. Freut euch drauf. Ansonsten: Bald ist Weihnachten.

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