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Rihanna tanzt anscheinend genauso scheiße wie dein besoffener Onkel auf Familienfeiern

Die ersten Videos von Rihannas Anti-Tour sind da und sagen wir mal so: Überlegt euch zweimal, ob ihr wirklich 100 Euro für ein Ticket ausgeben wollt, denn offenbar ist Rihanna nicht in Bestform.
15.3.16

Vor wenigen Tagen startete Rihannas Tourauftakt ihrer verheißungsvollen Anti-Welttournee in Amerika. Was haben die Fans nicht gekreischt, in Papiertüten geatmet und sich die Fingerspitzen wundgeklickt, um rechtzeitig eine Karte für DAS Konzertereignis des Jahres zu ergattern. Auch hier in Österreich war das nicht anders. Rihanna UND The Weeknd! Noch bevor die Tour begann, ereignete sich jedoch für die amerikanischen (Terminverschiebungen) und europäischen Fans schon der ein oder andere Downer.

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Erstmal wird nicht The Weeknd Rihanna als Vorgruppe in Europa begleiten, sondern stattdessen Big Sean. Schon mal echt nicht cool. Dann musste ein Konzert in Berlin aufgrund geringer Ticketverkäufe runterverlegt werden, wodurch alle bereits erstandenen Tickets ungültig wurden. Fans, die sich im ersten Rutsch Spitzenplätze gesichert hatten und es beim zweiten Ticketverkauf versäumt hatten, innerhalb der ersten Sekunden nach Verkaufsstart vorm PC zu kleben, dürfen sich jetzt mit irgendwelchen Bückwarenplätzen zufrieden geben. Noch uncooler als Big Sean.

Und jetzt erreichen uns schließlich via Instagram, Vine und Co. die ersten Eindrücke, wie es bei der Anti-Tour so abgeht, und wir müssen sagen: wir sind nicht beeindruckt. Natürlich, die Outfits sind klasse und das Album war großartig. Aber so leid es uns tut, man muss selbst als Rihanna-Fan irgendwann der Tatsache ins Gesicht blicken, dass sie einfach keine gute Performerin zu sein scheint. Redaktionsinterne Erfahrungsberichte (Zitat: „Ich habe Rihanna jetzt schon bestimmt vier oder fünf mal live gesehen, wobei sie jedes Mal weniger Bock auf ihr eigenes Konzert zu haben schien, als die Väter im Publikum, die von ihren Töchtern dorthin gezwungen wurden“) ließen uns bereits Ungutes vermuten.

Die ersten Mitschnitte bestätigen diese These. Abgesehen davon, dass das komplette Konzert eine einzige Playbackeinlage ist, bei der sich Rihanna nur bei jedem dritten Satz die Mühe macht, sich das Mikro an die Lippen zu halten, schockierten uns am meisten Rihannas Tanzeinlagen. Lustloser und spackiger sieht selbst eine Karaokerperformance dieses einen peinlichen Onkels bei Omas Silberhochzeit nicht aus. Glaubt ihr nicht? Wir haben Beweise:

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A video posted by The Shade Room (@theshaderoominc) on Mar 14, 2016 at 6:24pm PDT

Wir finden Rihannas Gesichtsfasching ja schon lustig und der obligatorische Dab-Move darf natürlich bei keiner HipHop-Performance im Moment fehlen. Aber wenn wir dafür 107 Euro ausgegeben hätten wären wir schon sauer. Das macht auch das halbmotivierte Getwerke nicht mehr gut.

Twerken ist zwar eine willkommene Ablenkungsstrategie, um das einschlafgefährdete Publikum wieder wachzuschnipsen, aber wir gehen der Nummer nicht auf den Leim! Genauso wenig wie Azealia Banks, die auch bereits fleißig im Internet an Rihannas unterirdischen Voguing-Einlage rummeckerte und zu Recht darauf hinwies, dass wenn man schon keine eigenen Ideen hat, man sich lieber nicht an FKA Twigs Signature-Move bedienen sollte, wenns mans nicht drauf hat. Und Rihanna hat es nicht drauf.

A video posted by badgalriri (@rihnewss) on Mar 13, 2016 at 4:38am PDT

Jemand gebe Rihanna ein Stück Traubenzucker! Was man ihr zugute halten muss, ist dass sie anscheinend über eine gute Portion Ironie verfügen muss, denn energieloser kann man Powermoves á la FKA Twigs wohl nicht ausführen. Uns schlafen vom Zusehen schon die Beine ein.

Auch bei der Performance ihres Hits „Bitch Better Have My Money“—der zugegenermaßen weder gesanglich eine Herausforderung darstellt, noch dessen Choreographie sehr kraftaufwändig anmutet, kriegt es Rihanna nicht hin, mal drei Zeilen am Stück ohne Schnaufen und Pausen zu performen. Klar, nicht jeder kann wie Michael Jackson oder Beyonce drei Stunden lang gleichzeitig fehlerfrei singen und dazu noch sich einen abstrampeln, aber was Rihanna da abliefert, ist echt mager.

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A video posted by QueenRih ♡ (@lesbiancrushonriri) on Mar 14, 2016 at 8:07pm PDT

Jedoch hat es Rihanna geschafft, unseren Blickwinkel auf ihre Discofans zu verändern. Jene Mädchen, die mit ausgestrecktem Finger zu ihren Popbangern in die Luft picksen und aus ihren zu einem Duckface gekräuselten Lippen ein Whooohooo nach dem anderen pressen, während sie auf der Tanzfläche rumhüpfen, sind gar nicht mal so weit von ihrem Idol entfernt.

A video posted by badgalriri

Nicht jeder Sänger ist eben für die Bühne geboren. Zumindest nicht für die große, bombastische Showbühne. Denn wer dort auftritt, muss ihr auch gerecht werden. Und nichts für ungut—aber Rihanna wird das nicht.

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