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Korn haben bei einem Festival gegen die Technik gekämpft—und verloren

Mit welcher Beharrlichkeit Korn gegen die Technik angespielt haben, ist schon beeindruckend.
1.6.16

„Are you readyyy?“, brüllt Korns Sänger Jonathan Davis ins Mikro, um dann zum berühmten Riff von "Blind" abzugehen, die ersten Zeilen dieses Konzertopeners einzuhauchen und in stiller Schwärze zu verschwinden. Schluss aus—Strom weg. Ist bei einem Konzert vor zehntausenden Fans natürlich Gift für die Stimmung. Rock in Rio Lisboa ist schließlich nicht jeden Tag. Also probieren sich Korn nach zwanzigminütiger Pause nochmal an "Blind"—und werden wieder an der exakt gleichen Stelle wüst unterbrochen.

Das Problem wird behoben und Korn ziehen ihr Set mit professioneller Würde weitere vier Songs durch. Bei "Coming Undone" stolpert Davis zwar geräuschvoll gen Boden, aber immerhin kann man das überhaupt hören. Dann wird Metallicas "One" gecovert. Die Idee findet die Soundanlage nicht so gut und dreht der Band kurzerhand mitten im Finale den Saft ab. Das war es, Korn spielen nicht mehr weiter und beenden somit den vielleicht besten Gig ihrer Bandgeschichte, während die Fans begeistert "Vai para o caralho, Rock in Rio [übersetzt: Fahr zur Hölle]" singen.

Unter dem Video kommentieren Fans, dass es diese technischen Probleme nur bei Korn gab. Einer behauptet, zum Zeitpunkt des Auftritts hinter der Bühne gewesen zu sein, wo niemand wusste, wo das Problem liegt. Andere vermuten, dass der Korn-eigene Mixer der Grund für die Ausfälle war und nicht die PA des Festivals. Woran es auch lag, jetzt weiß immerhin jeder, dass Korn zu 100 Prozent live spielen.