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Fünf Jahre Mittelfinger gegen den Digitalzeitgeist

Wir verlosen die weltweit einzige Testpressung der Mism Records-Jubiläumsplatte.
5.11.14

„Das ist ja nur Krach, der Scheiss tut mir in den Ohren weh!“ Genau, du Depp, so muss das sein! Seit fünf Jahren veröffentlicht das Schweizer Label „Mism Records“ handverlesene Untergrund-Rapsongs von internationalen Künstlern auf Vinyl. Krachend, roh, lärmig. Musik, die in deinen Boxen (und in deinen Ohren!) kratzt. Die beiden Labelchefs bleiben ihrer kompromisslosen Linie seit der Gründung treu. Kein Markt, keine Promo, keine Profite: Alles, was sie machen, sind Sammlerstücke für Plattenliebhaber.

Zum Jubiläum kommt jetzt eine 12inch mit sechs Songs raus. Und die geht genau so in die Fresse wie immer. Und weil wir wissen, dass unter euch sicher auch Plattenfreaks hocken, verlosen wir ein echtes Unikat: die weltweit einzige verfügbare Testpressung! Willst du die Platte? Schreibe einfach eine Mail an

Seit 2009 hauen die Jungs streng limitierte Releases raus—ausschließlich auf Vinyl und Tape. Auf dem am 05.11. auf 12inch erscheinenden Jubiläumsrelease finden sich von früheren Releases bekannte Namen. Papervehicle, Bleubird, babelfishh, James Reindeer, Tenshun und Glen Porter machen das, was sie am besten können. Düstere Soundcollagen reihen sich aneinander, schwere Drums brechen durch und die Rapper kotzen sich über die Welt aus. Die Scheibe ist wieder auf 200 Stück limitiert und das Artwork stammt von der Schweizer Graffiti-Künstlerin Tika Thek. Am Ende kommt ein Song der kanadischen Alt-Raplegende Soso. Ruhig, klar und traurig. Ein bisschen was zum Nachdenken.

Hier kannst du in die Scheibe reinhören:

Der Zürcher Manu und der Berner Michi starteten als Aktivisten der um die Jahrtausendwende von den Labels Anticon und Def Jux losgetretenen Alternative oder Abstract Rap-Welle. Sie holten die neue Untergrundszene aus den USA in die Schweiz, organisierten Gigs, starteten das Internetforum undergroundhiphop.ch.

Doch schon bald reichte das nicht mehr: „Es hat uns genervt, dass sich Ende der 2000er kaum mehr jemand traute, experimentelle und unbekannte Musik auf Vinyl zu pressen“, erklärt Michi die Ursprungsidee von „Mism Records“. „Wir machen das aus Liebe zum Vinyl”, ergänzt Manu, „und als Mittelfinger gegen den Digitalzeitgeist!“