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Der Fastenmonat in Roadtrips – Die Arena Pflichttermine im März

Wir helfen euch in der Fastenzeit auf Langweile zu verzichten. Hier unsere Arena Roadtrips für den März.

von Eva Thalhammer
02 März 2015, 9:59am

Oozing Wound am 23.03 in Wien, Foto via Facebook

Was der Advent für Weihnachten ist, ist die Fastenzeit für Ostern. Oder so ähnlich. Anstatt sich aber vier Wochen lang gepflegt eine Typ2-Diabetes anzuzüchten, werden im März plötzlich die Du-Darfst Regale geplündert, weil alle auf Detox sind. Nur die ganz Mutigen nutzen den Anlass, um auf die wirklich wichtigen Dinge zu verzichten. Internet, zum Beispiel. Dabei ist das digitale Schweigegelübte anderswo schon lange der heisse Scheiss. Reisebüros offerieren vollkommen überteuerte Seminare am Arsch der Welt, die digitale Entschlackung garantieren, in China kann man sich zwecks Heilung der Screen-Sucht in spezielle Bootcamps einschreiben und mit dem noPhone oder der Freedom-App gibt’s bereits die passende mobile solution zum offline Lifestyle. Aber ganz ehrlich, wie wär’s stattdessen einfach mal mit Langweile-Fasten? Das geht nämlich am besten bei den großartigen Arena Acts der Roadtrips to outta Space im März.

05.03. SALEM’S POT (SWE)/ MONOLORD (SWE)

Foto via Facebook

Wann bist du eigentlich das letzte Mal mitten in der Nacht schweißgebadet hochgeschreckt und warst überzeugt, von massenhaft Zombies mit Bela Lugosi Masken verfolgt zu werden? Genau das passiert, wenn du den fatalen Fehler machst, während der neuen Salem’s Pot Scheibe wegzudösen. Aber erstens, selber Schuld – bei solchen Stoner Riffs schläft man nicht einfach ein. Und zweitens hat das Horror Imaginarium auch was für sich. Der schwindelige, schwedische Doom zieht dich tief hinab in einen Acid-Abyss, den Freunde von Electric Wizard längst als Zufluchtsort für sich entdeckt haben. Auch von Monolord im Vorprogramm darf man sich kein Schlaflied erwarten, hier gibt’s nichts als dreckigen Sludge.

06.03.2015 UP IN SMOKE VOL.5 ft. COLOUR HAZE (ger) / RADIO MOSCOW (us) / CHERRY COKE (uk)

Foto via Facebook

Im März startet die Festivalsaison 2015. Gummistiefel und Trinkhorn kannst du aber getrost beiseite lassen und stattdessen einfach den Schritt in die Arena wagen.Die Langzeit-Krautrocker Colour Haze gibt’s dabei in der ersten Reihe. Wer meint, dieser Zuckerwatte-Sound wär nur was für zugekiffte Hippies, sollte sich erst mal die zehn Alben Bandgeschichte der Heavy Stoner Truppe auf der Zunge zergehen lassen. Jedenfalls helfen die Münchner, das teuerste Pflaster Deutschlands aus seinem Darmwurst- und Fußball Klischee zu heben und bringen zum Wien Gig auch noch die Elektrohash-Kollegen von Cherry Coke mit auf die Bühne. Als Auftakt sorgt Radio Moscow für die nötige Portion Bluesrock.

09.03.2015 SIENA ROOT (swe) / WITCHRIDER (aut)

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Als nächstes sind die Retro Stockholmer mit dem wahrscheinlich größten Musikerverschleiß an der Reihe. Über 20 ex-Members listen Siena Root in ihrer Bandgeschichte aber eh klar, wenn man endlich jemanden findet, der das Hurdy Gurdy oder das Monocord beherrscht, muss man mit denen einfach auf die Bühne. Für was Längerfristiges läuft‘s bei Combo dann aber doch wieder auf die klassische Purple Rock Besetzung mit Gitarre, Bass und Hammond hinaus. Klarerweise darf beim 70er Gedenken der Okkultismus nicht zu kurz kommen und dafür kommt die steirische Doom-Hoffnung Witchrider als Opener ins Spiel.

23.03.2015 OOZING WOUND (us)

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Macht euch was gefasst, denn Oozing Wound wollen euch für blöd verkaufen. Dem Dreier aus Chicago pulsiert Zynismus in den Venen und gerade deswegen klingt „Earth Suck“ nicht nach hundertsten gutturalem Schmarrn, sondern hat für Thrash sogar was Lässiges an sich, das ein bisschen an Red Fang und Co erinnert. Trash-Thrash eben.

30.03.2015 THE GOLDEN GRASS (us) / HYPNOS (swe)

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Braucht die Welt wirklich noch mehr 70er Jahre Blues Bands? „Ja, unbedingt“, brüllt ihr berechtigter Weise aus der Seele und wünscht euch The Golden Grass aus Brooklyn her. Der Dreier hätte nicht nur den fiktiven Stillwater vom Rockschinken Almost Famous Konkurrenz gemacht. Professor Plum Brandy und seinen Mitstreiter reihen sich außerdem nahtlos an Größen wie Blue Öyster Cult und Zeppelin und hätten bereits im Technicolour Kult gute Figur gemacht. Im Schlepptau des harmlosen Feel-Good Rock gibt’s den Post-Boogie Blues der Hypnos.

31.03.2015 RUSSIAN CIRCLES (us) / HELMS ALEE (us) /SLEEPMAKESWAVES (aus) / SKY HARBOR (ind/us/uk) / TIDES FROM NEBULA (pl)

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Zu guter Letzt gibt's noch ein internationales Roadtrip Special—und das auf gleich zwei Bühnen! Wer meint „ah, die Russen, die kenn ich doch vom Stermann“, sollte sich jetzt bitte wortlos in die Ecke stellen. Russian Circles, das ist amerikanischer Post-Rock vom Feinsten: Instrumental, immersiv und trotz heavy riffing mit einer ordentlichen Portion Pathos. Die Sludger vom Helms Alee wiederum pfeifen auf Gefühlsdudelei und lassen in der großen Halle lieber gleich das Seeungeheuer raushängen. Und was ist daran so special? Genau: zeitgleich kommen nämlich Freunde des marine-affinen Progressive mit den Sleepmakeswaves, Sky Harbor und Tides From Nebula in der kleinen Halle der Arena auf ihre Kosten. Zwei Shows, zwei Bühnen, ein Ticket—one hell of a night!

Weil wir auf Detox pfeifen, haben wir richtig fette Konzert-Packages für euch. Unter Nennung der jeweiligen Band unter könnt ihr wie immer 2x2 Tickets gewinnen. Mahlzeit!

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