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Fan trinkt Massivs Blut—Wir haben einen Arzt gefragt, ob das eine dumme Idee war

Um sich schneller von seiner Mandelentzündung zu regenerieren, wurde ein Massiv-Fan und YouTuber zum Hobby-Vampir.

von Ben Park
17 Juni 2016, 10:51am

Den Charts zuliebe kommt schon lange jeder Rapper mit einer eigenen CD-Box mit wahnsinnig kreativen Staubfängern daher. Aber noch niemand ging so tief unter die Haut wie der Berliner Massiv. Der hat in die Box seines aktuellen Albums Raubtier ein ganz besonderes Goodie gepackt: einen gläsernen Reißzahn, gefüllt mit seinem Blut. So ein Geschenk schmiedet natürlich ein besonders enges Band zwischen ihm und seinen treuen Fans. So eng, dass sich jetzt ein Fan dabei gefilmt hat, wie er genau dieses Blut trinkt.

Der auf YouTube eher für seine etwas quatschigen Fitnessrezepte und unseriöse Kampfansagen bekannte AdlerssonPictures leidet gerade laut eigener Aussage an einer Mandelentzündung und Grippe. Deswegen versucht er offensichtlich alles, um endlich wieder Gewichte stemmen zu dürfen. Was liegt da näher, als sich doch mal an der Massiv-Box zu vergreifen, den Glaszahn aufzubrechen und das Blut zu exen? Alles andere liegt da näher, verdammt! Trotzdem hat es der Typ durchgezogen—obwohl er sich vorher über den Gestank des Blutes beklagt. Dass der Geschmack nicht wesentlich besser sein kann, zeigt sein lautstarkes Huste-Würgen nach dem Genuss. Wie heißt es aber so schön: Wenn Medizin schmeckt, wirkt sie nicht.

Aber wie gefährlich ist das eigentlich? Wir haben einen Gastroenterologen (Arzt für Innere Medizin) angerufen und nachgefragt. Ernüchternde Antwort: Solange der Spender (also Massiv) nicht mit einem Hepatitis-Virus oder Ähnlichem infiziert ist, passiert da gar nichts. Dass es so übel riecht, kann daran liegen, dass das Blut eben schon ewig rumsteht und sich nunmal Bakterien bilden—vor allem, wenn das Glasgefäß nicht komplett desinfiziert wurde. Das könnte sich auch auf den Geschmack auswirken, was das Würgen des Blutkonsumenten erklären könnte. Wobei dabei psychisch auch mit reinspielen kann, dass er weiß, dass es nicht das eigene Blut, sondern das eines Fremden ist.