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„90 Prozent der Gesellschaft sind unter meinem Niveau“—Noisey Meets Riff Raff

Riff Raff veröffentlicht nun endlich sein Debütalbum ‚Neon Icon‘. Wir haben ihn in einem Keller in Brooklyn getroffen, um darüber zu reden.

von Ayke Süthoff
26 Juni 2014, 3:30pm

Riff Raff ist eine interessante, weil verwirrende Figur des weltweiten Rap-Business. Das erste, was einem durch den Kopf geht, wenn man diesen seltsamen Kauz mit den geflochtenen Haaren und dem zackig rasiertem Bart sieht, ist unweigerlich: Was zur Hölle? Gefolgt von: Meint der das ernst? Ist das eine Witzfigur? Irgendwie die amerikanische Version von Moneyboy? Oder eher von MC Fitti? Und was denkt die Rap-Community über diesen Vogel?

Passend zum Release seines Debütalbums Neon Icon versuchen wir uns dem Phänomen Riff Raff vorsichtig zu nähern. Erstens sagt er im Videointerview Noisey Meets Riff Raff: „I’m not a joke, I’m not playing, I’m not dressing up for somebody, this is how I do things.“ Er behauptet also, es ernst zu meinen.

Damit sind wir also wieder bei der beliebten Journalisten-Diskussion: Ist diese Figur authentisch? Behauptet er nur, dass er einfach so ist, kann es wirklich so einen Typen geben?

Die richtige Antwort ist: scheiß drauf. Egal, ob dieser Typ nun real ist oder ein seltsames Hirngespinst, er will einfach unterhalten. Und das bekommt er spielend hin. Spielend auch im Sinne davon, dass er mit diesen Bildern, die die Welt von ihm hat, tatsächlich spielt. Wie in dem Song „Real Boyz“ mit OJ Da Juiceman:

Wer immer groß träumt, wird irgendwann groß, das ist Riff Raffs Motto—ein ziemlich amerikanisches Motto. Aber wer weiß, vielleicht ist er davon ja wirklich aus tiefstem Herzen überzeugt. Nur weil wir zynische Endzwanziger sind, die nicht an das Gute im Menschen glauben, haben wir noch lange kein Recht, uns darüber zu erheben.

Was die Kollegen angeht, dürfte die Meinung über Riff Raff ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Kitty Pryde ist langjährige Wegbegleiterin und Freundin, Action Bronson featuret ihn, Diplo pusht ihn und Drake findet ihn auch witzig. Oder wie würde Riff Raff sagen: „At the end of the day the shit that I’m doing is music.“

Word.

Seht euch hier das komplette Interview mit Riff Raff an:

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