Kool Savas, Ali As und Shindys Twitter: Deutschrap dreht diese Woche gut am Rad

Liegt es am Wetter, oder warum packen so viele Deutschrapper diese Woche die Social Media-Keule aus?
15.4.16

Wer in letzter Zeit die Twitteraccounts einiger Deutschrapper im Auge behalten hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass sich hier in den letzten paar Tagen die Kuriositäten exponentiell gehäuft haben. Ähnlich wie das berühmte Viralvideo „Was ist denn mit Karsten los?“, in dem ein gewisser Karsten nach einem plötzlichen Sprint unkontrolliert in ein Arrangement aus Stühlen kracht, sorgte Deutschrap bei uns zuletzt sowohl für eine Menge Lachkicks, aber auch den ein oder anderen besorgten Gedanken, ob es denn allen noch gut geht. Was ist da los?

Ohne groß zu urteilen, setzen wir uns nun also bequem auf unsere orthopädischen Bürostühle, lehnen uns zurück und schlürfen an unserem Gefühlscocktail aus Amusement, Ungläubigkeit und Sensationsgier, während wir beobachten, was da so öffentlich vor unseren Augen passiert.

Kool Savas

Savas segnete uns gleich mit zwei Postings, die uns in wilde Spekulationen stürzten und uns unseren Sinn für Ironie in Frage stellen ließen. Wir kommen zu dem Schluss: Wir glauben, er meint das ernst. Also bitte liked oder entliked Savas Seite mal, damit ihm die 666 keine Ruhe mehr raubt.

Brauche Ca 800 extra likes bei Facebook. Ich muss von diesen 666 und paar zerquetschten weg. Bin abergläubig bei dieser Zahl. Bitte schnell!

— RAP (@koolsavas) 13. April 2016

Außerdem hat Savas einen Ansatz gefunden, wie die Realness-Frage im Deutschrap endlich geklärt werden könnte:

Ergänzung

A video posted by Kool Savas (@koolsavasofficial) on Apr 13, 2016 at 6:09am PDT

Ali As

Ali ist wohl einer der unangefochtenen Twitter-Kings unter den Twitter-Grindern des Deutschrap. Auch episodenhafte Pöbelattacken gegen Kollegen sind nichts Neues. Aber als Ali plötzlich anfing gegen Journalisten zu pöbeln, die sein neues Album Euphoria nicht positiv genug bewertet hatten, waren wir doch überrascht.

Die Juice Redaktion besteht aus missgeburten

— A£i As (@AliAs_BM4G) 13. April 2016

Jakob Paur denkt er wäre mein Vater. Er ist aber nur ein schwuler Redakteur der mir ganz genau gar nichts zu sagen hat.

— A£i As (@AliAs_BM4G) 13. April 2016

Ali ist on fire und wir unentschlossen, ob er einfach Faxen mit uns macht oder … nun ja, nicht mehr alle Fransen am Schal hat. So teilte er auch großzügig Schläge gegen Danju aus. Kurz darauf tauchte aber ein gemeinsamer Track der beiden auf, welcher vermutlich enstanden ist, als noch alles fein war. Verwirrend ist das Ganze trotzdem.

Chimperator hat jemand wie Tua unter Vertrag und kriegt es nicht gebacken ihn gebührend zu promoten. Danju Danju ist am Mikrophon.

— A£i As (@AliAs_BM4G) 14. April 2016

Keine Promo für Danju

— A£i As (@AliAs_BM4G) 14. April 2016

Sentino

Das Camp um Sentino ist bekannt dafür, einen (um es mal vorsichtig auszudrücken) recht „kreativen“ Umgang mit sozialen Medien zu pflegen. Aber was bei Sentino gestern innerhalb kürzester Zeit auf Twitter ablief, ist selbst für deren Verhältnisse grotesk. So löschte Sentino im Zuge eines persönlichen Twitterstreits mit einem anderen Nutzer seinen Account, als er von der versammelten Internetgemeinde (um es noch einmal vorsichtig auszudrücken) zu herzlich auf den Arm genommen wurde.

@bolizist nachdem sentino sich auf facebook zurückgezogen hat, löscht er jetzt auch da seine posts weil alle ihn fertig machen hahaha

— kzx (@Khazicx) 13. April 2016

2016: Deutsche Rapper machtlos gegen Cybermobbing @bolizist

— mallorca jens (@yung_mauri) 13. April 2016

Der Anlass für Sentinos Cybermobbing war ein Nachrichtenverlauf, den Sentinos Widersacher auf der Plattform veröffentlichte, den wir unkommtentiert für sich selbst sprechen lassen.

Sentino der neue Messer mesut pic.twitter.com/a4pTHkKobT

— bolizistensohn (@bolizist) 13. April 2016

Sentino in a nutshell pic.twitter.com/qIERQgya3N

— bolizistensohn (@bolizist) 13. April 2016

Sentino in a nutshell pic.twitter.com/qIERQgya3N

— bolizistensohn (@bolizist) 13. April 2016

Spiel, Satz und Sieg. pic.twitter.com/zt4Ut39lU8

— bolizistensohn (@bolizist) 13. April 2016

Fler

Und wo Sentino ist, da ist Fler nicht weit. Der unterhielt das Publikum derweil jedoch mit seiner eigenen Social Media-Version einer Karsten-Aktion.

Shindy

Zeitgleich wurde angeblich Shindys Facebookaccount gehackt, über den anschließend nicht minder unterhalsame Botschaften an Al Gear und Fler verteilt wurden. Leider wurde der Beitrag inzwischen gelöscht. Zusammengefasst verkündete der falsche (oder echte?) Shindy darin, zum ersten Mal den Da Vinci Code von Al Gear gesehen zu haben, ihn für einen „Bastard“ oder ähnliches zu halten und dass er oder Arafat bei Streit gerne verfügbar seien (im Gegensatz zu Fler. Zitat: „Nicht böse gemeint Flizzy“). Shindy könnte aber scheinbar nichts egaler sein, als der ungebetene Gast auf seinen Kanälen:

Mein Facebook ist seit 4 Tagen gehackt. Interessiert mich heute genau so wenig wie vor 4 Tagen.

— SHINDY (@ShindyCharmant) 13. April 2016

Soweit. (Wahrscheinlich) to be continued …