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Ich hab mit den Vamummtn Ansas neues Album rezensiert

Ansa, Dreier und Dj Crum haben mit mir bei sechs Litern Wein und vier Litern Bier über die Szene, das neue Album und Haftbefehl philosophiert.

von Fredi Ferkova
04 Dezember 2015, 10:00am

Ich hab dann mit Paint die Vamummtn vermummt. Sichtlich angeheiterte Partie (v.r.n.l): Ansa, Ich, Dreia und über uns DJ Crum. Foto von der Autorin.

Wer es nicht wusste: Die Vamummtn bestehen aus drei Rappern. Die Jungs—bekannt für ihre kreativen Einfälle—haben sich Ansa, Zwara und Dreia genannt. Der Ansa hat am Freitag sein zweites Solo-Album Jägiritter rausgebracht. Eigentlich war ein normales Interview geplant. Bis Ansa mich „in die Villa” nach Hinterbrühl eingeladen hat. Ich habe das Angebot angenommen—dagesessen sind der Dreia, der Ansa und DJ Crum. Letzterer ist am neuen Album Mittäter. Zwara musste leider am nächsten Tag arbeiten. Also habe ich mich spontan entschieden, mit ihnen vier Weinflaschen und mehrere „Hülsn” zu leeren. Und Ansas neues Album zu reviewen. Herausgekommen ist wenig Musikexpertise, dafür aber umso mehr Kritik an Leftboy, FM4, The Message und diversen Veranstaltungen. Außerdem wurde ein Solo-Album von Zwara und ein Vamummtn-Album angekündigt. Spaß hatten wir auch. Aber eines nach dem anderen.

1. „Jägiritter Prolog"

Noisey: Also wie findet ihr das Intro?
Dreia: Is' halt a Intro.
DJ Crum: Ich glaub, es ist wichtig, dass man bei dem ganzen festhaltet, es ist a Intro. Es gibt a generellen Überblick darüber, wie das Album so is.
Dreia: I geh mal aufs Heisl.
DJ Crum: Der Track gibt Aufschluss darüber, was so a Jägiritter tut. Das is ja etwas, was er in seinem Kopf kreiert hat. A Jägiritter bechert sich weg, obwohl es er’m Probleme macht, zum Beispiel.
Ansa: Aber er bechert sich weg, damit er die Probleme nimma hat.

Wie lange hast du gebraucht für das Album?
Ansa: Puh, kann ich nicht sagen. Also, maximal ein Jahr. Aber wenn i schreib, dann schreib i mal. Also wenn’s klappt, dann brauch ich nicht länger wie eine Stunde für einen Track. Is halt mei' Leben.
DJ Crum: Trinkst a Wein oder a Bier?

Ein Bier bitte. Direkt nach dem ersten Album hast du mit dem zweiten begonnen?
Ansa: Na guad, da muss man jetzt mehr ausschweifen. Dadurch, dass ich mit den „Vamus" Musik mach’ und davon leb’, bin i a davon abhängig. I muss halt a was tun. Also i muss ned, i will ja. Ich arbeite jetzt schon wieder an Nummern. Mir taugt es halt. Und wenn sich wieder Nummern ansammeln, kommt wieder ein Album. Nächstes Jahr gibt es seit zehn Jahren die Vamus. Zu dritt arbeiten wir schleißiger, da war klar, wir machen erst nächstes Jahr zum Jubiläum was.

2. „Scheißegal" ft. DJ Crum

Da muss ich sagen, der taugt ma ur, der Song. Der Track.
DJ Crum: Ja Track ist HipHop-technisch schon richtig.
Ansa: Schon die richtigen Vokabeln, bitte.
DJ Crum: Jetzt Dreia, gib a Meinung ab.
Dreia: Guader Track, einziges Feature von mir.

Wieso gibt es eigentlich nicht mehr Features von den Jungs am Album?
Ansa: Weil’s a Solo-Album is. Na, aber wenn i mit ihnen a Nummer mach, dann bin ich glücklich, dass ich a Nummer mit ihnen mach. Und dann nehme ich das für unser Vamus-Album.
DJ Crum: Also i find den Track super, i maan i hab die Cuts gemacht. Also du kannst ins Interview auch reinschreiben, dass ich die Cuts auch unbedingt machen wollte. Ich habe immer nachgefragt, obwohl es zeitweise auch andere Differenzen gegeben hat.
Ansa: Ja hat er halt seit einem halben Jahr gesagt. Und ich hab gesagt: „Ja mach”. Und er ist halt auch nicht in die Gänge gekommen, das muss man auch dazu sagen.

Du bist ja mit deinem letzten Solo-Album auf die zwei gechartet in Österreich.
Ansa: Ja, aber nur weil die scheiß Fischer vor mir war. Dritter Platz war Hansi Hinterseer. Oida, eigentlich hätte ich Platin sein sollen. Ist eine sehr gute Leistung. Das Album wird jetzt nicht charten, weil ich jetzt einen Webshop hab. Da werden die Verkäufe nicht dazugerechnet, auch wenn ich für jedes verkaufte Album eine Rechnung hätte. Also, es gibt das Album schon auch normal im Geschäft, aber eben auch im Webshop diesmal. Ich hab 300 Vorbestellungen und ob ich jetzt 300 mehr hab oder nicht ist schon ziemlich—
Dj Crum: SCHEISSEGAL! Na. Problem ist: 300 sind bei uns relevant. 300 ist viel in Österreich.
Ansa: 7.000 ist Gold in Österreich.
Dj Crum: Wie heißt die Oide nochmal die auf die Eins gegangen ist?
Ansa: Fischer?
Dj Crum: Die verkauft halt hardcore. Die verkaufen halt den oiden Leut’ massig Tonträger noch. Meine Mutter wüsste nicht, wie sie sich ein Album ziehen soll.
Ansa: Und mir ist ja sogar mein Chartplatz wurscht. Aber es ist so: Die Booker wollen halt sehen, wo du gechartet hast und je nachdem buchen sie halt. Und ich mein’, ich leb’ davon. Also von den Bookings.

3. „Species"

Ziemlich touching, Oida.
Ansa: Jo also. Warat i der Eminem, und warat des Englisch—dann warat des a Hit. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Was sagt der Dreia dazu?
Dreia: I sag jetzt mal nix, i muss jetzt mal aufs WC.
DJ Crum: Dreia, jetzt sag halt auch was.
Dreia: Der Wein treibt!
Ansa: Ja die Vocals sind a österreichische Gruppe. Die heißen „I Watch Mountains Grow” und die sind in der Hardcore-Schiene und so. Als ich die Nummer gehört hab, hab ich gleich gesagt, da mach ma ein Beat draus. Dann hab ich sie angerufen und gefragt, ob es klar geht. Ging klar.

Und wieso so deep?
Ansa: Weil ich meistens eh so deep bin, eigentlich. Eine meiner Favorite-Nummern.
DJ Crum: Die Stimmung passt halt zum Gesang. Mir ist die Nummer zu sentimental teilweise. Weil es mir so unter die Haut geht. Ich hab im Auto oft weitergeschalten, weil ich einfach diese Ladung Emotion nicht haben wollte. Für nebenbei ist das nix.

Wie ist das eigentlich? Unter Männern ist es ja nicht Gang und Gäbe, dass man solch „deepe" Gedanken oder die Gefühlswelt miteinander teilt. Wie ist es, so in den Kopf eines Kumpels reinzuschauen? Vor allem im Rap, wo alle so archetypisch männlich sein wollen?
Ansa: Penis ein tausend Meter.
Dj Crum: (denkt nach) Ich find’s cool, dass er halt mal eine andere Seite zeigt.
Ansa: Hätt’ i die Musik ned, dann warat i Stammgast beim Psychologen. Definitiv.
Dreia: Is a guade Nummer.
Dj Crum: Oid—
Ansa: Ja, aber, mir passt’s eh, wenn man sagt, es is a guade Nummer. Was willst mehr.
Dreia: Ja, ich fang halt auch zum Nachdenken an, bei der Nummer, wenn’s das is, was du hören willst.
Ansa: Der Dreia würd halt so a Nummer nie machen.

Ah, du bist der Mann hinter „Ana geht no?”
Dreia: Na. Also ja. Wir zwei (zeigt auf Ansa) waren halt fett. Ich bin eher der Mann für’s Lustige. Und wenn es sein muss, für’s Grobe.

4. „Sowi Sso!"

Was ist das für ein neuartiger Beat?
Ansa: Laut dem Produzenten ist das Drumstep glaub ich. Ich kenn mich da auch nicht aus. Dubstep war am letzten Album, jetzt bin ich bei Drumstep. Und das zeigt wiedermal, dass ich total vielseitig bin. Und die Aussage des Songs ist, dass es mir wurscht ist, was andere sagen. Wenn mich FM4 nicht spielt, weil ich Schwuchtl sag, dann spielen sie mich halt ned. Ich werd’s weiter sagen, weil die meisten Leute eben Schwuchtl’n san.
DJ Crum: Er meint ja nicht Schwule damit. Das ist schon wichtig festzuhalten. Und FM4 glaubt, dass wenn er Schwuchtl sagt, dass er damit Schwule meint.

Ich glaub, da ist der Duktus—
Ansa: Der Duktus!
Dreia: Na, ich glaub, da ist das Problem eher FM4.
Ansa: Na, ist der Duktus. Ich nenn mein nächstes Album Anti-Duktus.

Dann fühl ich mich ordentlich geehrt. Ohne Spaß jetzt. Aber: Was war da mit Leftboy?
Ansa: Weil der Hype komplett ungerechtfertigt ist. Er ist halt der Bua von ‘nem reichen Papa und der schickt halt den Sohn auf Tour. Der spielt nach Nas als Headliner irgendwo, das ist einfach—
Dreia: Von wem ist das nochmal der Bua?
Ansa: Vom Heller. Eh wurscht.
Dreia: War da nicht mal was mit Heller, haha?
Ansa: Ich sag ja nicht, dass er nix kann. Aber im Endeffekt macht er das, was wir vor acht Jahren gemacht haben. Er covert irgendwelche Nummern. Außerdem ist er so einfach ein Oaschloch. Er kann deutsch und redet englisch, weil er glaubt er ist cool. Ist halt ein Hurensohn. Schreib’s genauso rein. Ein Arschkind. Wer ist er? Sein Album ist eine Woche nach mir rausgekommen. Und war auf der drei. Und wo sitzt des Oaschloch? Bei Café Puls und erzählt. Eine Woche vorher charte ich auf der zwei und die Saupeidln erwähnen mich nicht mal. Und irgendsoein Oaschkind—na, lass ma das. Ist ein Saubeidl.

5. „Schena is besoffen" ft. Sanno

Ansa: Es ist eine sehr traurige Nummer, die mich aber sehr erfreut. Sehr real.

Also ihr habt vorhin gemeint, es ist die beste Nummer.
(Diskussion bricht aus)
Dreia: Nach Weed im Kopf könnt’ die Nummer aus meiner Feder stammen. Ist es halt leider nicht (lacht). Aber es ist definitiv mei’ Nummer eins von die drei.
Ansa: Wir trinken halt irrsinnig gern.
DJ Crum: Der Dreia hat endlich was gesagt!
Ansa: Ja, bitte unterstreiche es und schreibe kursiv, der Dreier hat sich geäußert.

Haha, voll. Gibt’s noch Wein? Wer ist Sanno?
Ansa: Die Crew von denen heißt War Wolfes.
Dreia: Und das ist a Wiener-Steirer.
DJ Crum: Also a Steierer in Wien.
Ansa: Also er ist meiner Meinung nach einer der besten Rapper überhaupt. Sehr underrated.

6. „Sche" ft. DJ Crum

Ansa: Also ich sag da jetzt gar nix dazu.

Ich hab die Nummer geteilt. Also ich find' sie super.
Ansa: Dann sag du was dazu endlich.

Gut. Ich sag: Ich hab’s geteilt. Ist eine fette Nummer. Was ist dein Problem mit der Grellen Forelle?
Ansa: I war no nie dort. I boykottier' des.

Wo gehst sonst fort?
Ansa: Hier her.
DJ Crum: Wenn’st es richtig auffasst, geht es ja um die „In die Grelle Forelle-Gehende…” Es geht also nicht um die Grelle Forelle, sondern um Leut’, die da hingehen.
Dreia: I glaub’, der DJ Crum will da nochmal auflegen. (Gelächter)
Ansa: In der Nummer geht es in erster Linie um die Gesellschaft.

Mit der Karre aus dem Video wurde ich abgeholt. Raute: Protzen.

7. „Easy"

Na gut, was sagt der Dreia. Ich glaub dem muss man zuerst die Meinung entlocken, weil dann wird er warm und sagt mehr.
Ansa: Der wird warm wenn er genug sauft.
Dreia: Eine guade Nummer auf einem guaden Album.
Ansa: Der hat sich das Album noch nicht angehört.
Dreier: Na, das klingt so deppat, wenn ich zu jeder Nummer sag', sie ist gut. Deshalb halt ich mei’ Gosch’n und lass wirken. Und alle die wissen, was guade Musik ist, denken sich ihren Teil. Und alle anderen, ihren anderen Teil.
Dj Crum: Also is a fette Nummer von a fetten Produzenten—
Ansa: Herst, der Artikel wird „DJ Crum reviewet Ansas Album, während der sich mit Fredi ansauft”.

Dreia sauft auch mit.
Dj Crum: Also wie ich bereits gesagt habe, die Nummer ist von einem wahnsinnig guten Produzenten. Und sie erinnert mich persönlich an Erick Sermon. Also vom Produktionsstil. Catcht mich ur.

8. „r.e.a.l.l.o.v.e ft. Phil Fin“

Ansa: Fettes Feature halt. Phil Fin von der Penetranten Sorte. Nummer halt auch voll leiwand. Mein Vater hat gefragt, ob es meine jetzige Beziehung beschreibt. Aber es geht eigentlich um die Musik. Also auch wieder den Nagel auf dem Kopf getroffen.

Stichwort Eltern: Was sagen die?
Ansa: Ehm. Oh. Puh. Ist ein bisschen schwierig. Also, mein Vater. Puh. Also bei den Vamummtn sein—sie san schon stolz, aber mit gemischten Gefühlen halt. Mein Vater ist Musiker und der unterstützt mich da schon.
Dreia: Du bist so wie der André Heller-Sohn.
Dj Crum: Nur sei Vater hat halt kein Geld damit verdient.
Ansa: Ja stimmt eh. Mein Vater hat beim Ambross spielen sollen, aber hat drauf g’schissn. Wollt’ den Kommerz halt nicht machen und wurde Bibliothekar. Und hat Musik nur noch so nebenbei gemacht. Im Endeffekt fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.
Dj Crum: Ich kenne seinen Vater. Sein Vater ist richtig cool. Wir machen bald Musik mit seinem Vater.
Dreia: Warum redest so g’schissn g’schwollen eigentlich?
Ansa: Er glaubt sie is a Slowakin und dass sie ihn sonst ned versteht.

9. „Ka Göd“

Also, die kommerziellste Nummer des Albums ist es meiner Meinung nach nicht. Da find’ ich „Sche” kommerzieller.
DJ Crum: Was? Bist angsoffn? OK. Den Senf darfst du nicht dazu geben.
Ansa: Sag amal Sche.

Sche.
Ansa: Scheee.
DJ Crum: Na, Scheeeee.

Schee.
Dreia: Herst, das Wort habt’s es aber jetzt alle lernan müss’n.
Ein Freund der Crew klingt sich ein: Das wird’s in Clubs spielen.
DJ Crum: In welchen Clubs?
Der Freund: Na in Clubs.
DJ Crum: In welchen Clubs?
Ansa: Ja wir gehen ja eh ned fort, außer hierher.

10. „Warum is des so” ft. Svaba Ortak

Svaba ist die österreichische, leiwande Version von Hafti-Abi.
Ansa: Oida, diss bitte nicht Haftbefehl. Hafti ist mein Favorite-Rapper überhaupt.

Ich rolle mit meinen Besten ( Ich fange an, betrunken zu rappen).
Ansa: Ich lass dir mein Mixtape zukommen, da habe ich sein ganzes neues Album gecovert. Mit Sanni.

Was? Echt? Wo gibt es das zu kaufen? Warum reden wir nicht darüber?
Ansa: Ja, in Mundart haben wir alles gecovert. Auch mit dem Flow und so. Gibt’s gratis als Download auf meiner Page. Ich zeig es dir unten, da ist der Sound besser.

OK. Reden wir über den Track. Was ist dein Ding mit FM4?
Ansa: Na um FM4 geht’s nicht mal mehr. Eher um The Message und HipHop Open und so. Um die sogenannte Szene. Es gibt halt ein paar Punkte, die mir voll am Arsch gehen. Wir haben z.B in der Arena, also wir die Vamummtn, gespielt. Da war so ein HipHop-Festival, keine Ahnung wie das hieß, da hat’s noch Alligatoah und Curse gespielt. Lance Butters auch. Und es gab dann ein The Message-Bericht über dieses Festl. Und der Typ beschreibt jeden Auftritt. Und dann war der, und dann der, und alles war super. Und dann kam Curse. Und Alligatoah. Und wir haben gespielt, vor Curse, wir waren die dritten Headliner. Es ist bei uns so zugegangen, dass uns Curse zehn Minuten seines Auftritts schenken wollte. Bei uns waren mehr Leute als beim Curse. Und im Message-Bericht? Kein Wort über uns. Und deshalb hass’ ich dieses scheiß Message.
DJ Crum: Ich war ja DJ bei The Message. Ich habe ja mit Daniel—der The Message macht—bei Superfly aufgelegt. Und der Daniel ist echt OK. Ich kann halt The Message nicht hassen, weil ich mag den Daniel.
Ansa: Ich mag den Daniel auch, darum geht es ja gar nicht. Und HipHop Open deshalb, weil wie in welcher Welt, bitteschön, kannst nach einem Nas Leftboy auftreten lassen? Ich meine ich höre Nas. Nie so richtig arg gefeiert, aber schon. Oder der scheiß HipHop-Ball. Das ist der nächste Schwachsinn.
DJ Crum: Heute hört ja jeder alles. Wir alle wahrscheinlich. Früher hast—
Dreia: Größter Fakt ist des: HipHop ist die größte Hua, weil die mocht mit jedem wos. Wurscht woher er kommt.
Ansa: Jetzt hat er geredet und alle sind still.

11. „Gott sei Dank"

Ansa: Das Original heißt ja, „Too Many MC’s, Not Enough Mics”. Und ich sag, es gibt zu viele MC’s und zu wenige Mikros, aber Gott sei Dank. Es ist halt auch einer meiner Favorites am Album. Ich mache halt Rap für Leute, die auch Rap leben. Es ist ein Unterschied, ob ich „Ana geht no” mitsinge oder ob ich wirklich Rap feier'. Also es gibt einen Unterschied zwischen „I la jetzt die Bier weg” oder ob ich einen Track bringe, der technisch—
Dreia: He, he, he Moment!
Ansa: Warum? Warum? Vamus-Track sind eh fett. Also, eigentlich war nur „Ana geht no” raptechnisch schlecht.
Dreier: He!
Ansa: Ja die Aussage von „Gott sei Dank” ist ur fett. Aber das hört man halt nicht, wenn wir in der Fett’n dasitzen und uns das fünfte Bier einezahren. Du musst es dir dann nochmal anhören.

12. „Wochenende"

Also das ist ein ziemlich lustiger Track.
Ansa: Ja Wochenende ist. Bei uns ist halt jeden Tag Wochenende. Weil wir ja selbstständig san. Mittelfinger! Also der Dreia und ich. Ihr seid arm. Ah, der DJ Crum hat grad fertigstudiert. Also, ja, jeden Tag Wochenende. Ich wurde eh kritisiert, weil es ja in dem Track heißt, dass ich am Freitag mein Bier aufreiß’.

Da hast du also untertrieben.
Ansa: Na. Eher auf die breite Masse abgestimmt.

Dreier du hast keine Meinung zu „Wochenende”?
(Dreier lallt etwas, die anderen fangen an herumzuschreien)
DJ Crum: Der hat kein Wochenende, der kennt das nicht.
Ansa: Bitte schreib’ einfach, dass es Dreiers Song ist. Wochenende 24/7.
( Gläser fallen um)
DJ Crum: Ich feier nicht so unbedingt Vamus-Mucke.
Ansa: Er hat letzten Sommer eh seinen letzten Auftritt mit uns gehabt. Er ist jetzt gekündigt für diese Aussage. Jetzt bist wirklich arbeitslos. Los, AMS!

Hahaha.
DJ Crum: Ja das stimmt ja ned, ich hackl’ bei Mainframe.
Ansa: Ja, na dann, kannst ja dort weiterreden.
DJ Crum: Ich hab jetzt schon mehr dort verdient, als ich bei euch—
(Geschreie und Gelächter geht los)

13. „Wasd wos i man?” ft. Zwara

Na, hier ist endlich ein Feature oben. Von den Vamummtn.
Ansa: Ja, der bringt ein Album im März. Oder erstes Quartal halt.
DJ Crum: Da wird ein Track-rezeption—rezession—Wie heißt das Wort?

Dreia, was meinst du zum Track? Wo bleibst du da?
Ansa: Ich mein', wir haben alle kein Geld. Aber wir haben auch keine Schulden!
DJ Crum: Naja, schon a biss’l. Also aber nicht viel.
Ansa: Ja das bissl. Minus 150.000 auf der Bank. Aber nur so Autoleasing oder so. Das bissl.
DJ Crum: Im Prinzip sind wir schon nicht arm.

Warum nichts mit dem Dreia?
Ansa: Ja schau dir den Hund an. Wenn der was macht, dann sind wir alle ur dankbar und nehmen es lieber für das Vamus-Album.

14. „Tick Tack"

Ansa: Ist halt a deeper Track.

Um was geht es ?
Ansa: „Zeit” heißt die Nummer. Musst halt so hören. Hamma noch Camel-Tschick, oida?

15. „Trink ma wos!"

Ansa: Ja, das heißt, „Festl wie sie fallen” oder so.

„Trink ma wos!” Heißt es.
DJ Crum: Also das ist eher was für die ländlicheren Menschen. Also na, ned bös’ gemeint. Ich bin selbst aus Niederösterreich. Und meine Großeltern sind Bauern. Und ich verbinde den Track halt mit sowas.
Ansa: Ja, ja. Fredi hört es sich eh nochmal an. Komm, wir hören jetzt das Hafti-Album.

Fredi hat Twitter: @schla_wienerin

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