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Thump

Diplo, Zedd und deadmau5 streiten sich darum, wer der größere Sellout ist

Diplo hat gestern Nacht mal wieder Twitter benutzt, um sich seinen Ärger von der Seele zu schreiben.
22.3.16

Es ging doch nur um Schokolade… Diplo hat gestern Nacht mal wieder Twitter benutzt, um sich seinen Ärger von der Seele zu schreiben. Anlass war ein gemeinsamer Werbesong, den Kollege Zedd zusammen mit Sänger Aloe Blacc für M&M's aufgenommen hatte—samt recht banal-debilem Video, in dem auch die beiden sprechenden Schokopillen auftauchen. Zedd hätte sich für den Beat bei Flume bedient, so Diplo. „It's not all about the money“, so sein Fazit.

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Anton Zaslavski konnte da nicht zurückhalten und betwitterschimpfte Diplo als „neidische Schlampe“, was dieser mit „Schmalziger Wichtigtuer!“ erwiderte. Auftritt deadmau5 im EDM-Kindergarten, der sehr anzüglich auf Wesley Pentz' jüngste Zusammenarbeiten mit Justin Bieber verwies. Credo: So einer habe kein Recht, andere für ihren Kommerz zu kritisieren.

Zunächst mal ist Diplo auch schon mal früher auf Trends aufgesprungen—der Werbeclip wurde immerhin bereits Ende Februar veröffentlicht. Dass er schrecklich ist, steht außer Frage. Dass der arme Sammy Davis Jr. dafür nicht als Sample hätte herhalten müssen auch. Und warum zur Hölle „deejayt“ Zedd in dem Video auch nur herum, wenn es sich doch nur um einen einzigen Song handelt?

Allerdings hätte es sich Zedd und deadmau5 viel einfacher machen können: Lizenzierungen für Anzeigen gehören nämlich zum Tagesgeschäft eines jeden größeren Produzenten. Da macht auch Mr Pentz keine Ausnahme: 2015 untermalte „Lean On“ von Major Lazer, DJ Snake & MØ eine Smartphone-Werbung, „Revolution“ lief in einem Auto-TV-Spot. Ein Jahr davor musste „Valet“ für Tortilla-Chips herhalten. Schon 2010, als Diplo gerade noch auf dem Weg zum Superstar-Produzenten war, ließ er „Make You Pop“ für einen andere Werbung lizensieren.

Und damals drehte er selbst auch eine Spot für einen weiteren Telefonhersteller. Er hätte sich also erst gar nicht so weit aus dem Fenster lehnen dürfen. Nachfolgend die wichtigsten Tweets aus diesem kleinen Theaterstück und die beiden Spots im Vergleich. Wir finden, schauspielerisch gewinnt „Music Innovator“ Pentz den Vergleich zumindest knapp. In puncto Integrität verlieren alle drei wieder einmal.

Dieser Artikel ist vorab auf THUMP erschienen.

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