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Adele hat Nicki Minajs „Monster“-Part gespittet und unsere Vorurteile zerstört

Adele ist also doch nicht die transusige Balladen-Tussi, sondern genau die rotzige Vorstadtgöre, die wir immer zur Freundin haben wollten.

von Noisey Staff
14 Januar 2016, 9:31am

Die freie Assoziation ist eine Methode der psychoanalytischen Therapie Sigmund Freuds, bei der einer Person ein Begriff vorgegeben wird, zu dem derjenige anschließend seinen ersten Einfällen freien Lauf lassen soll. Beim Begriff „Adele“ wäre den meisten vermutlich als erstes „Hello“, „Liebeskummer“ oder „Heulboje“ durch den Kopf geschossen und sie hätten damit wohl auch ihre psychische Gesundheit offiziell bestätigt bekommen. Bis jetzt.

Nachdem ihr jedoch sehen werdet, wie Adele (so gut wie) fehlerfrei Nicki Minajs Endgegner-Part vom Kanye Track „Monster“ rappt, sind Assoziationen wie „ratchet“, „Boss“ oder „coolster Mensch der Welt“ ab jetzt auch völlig nachvollziehbar und sogar erwünscht.

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Geschehen ist das Ganze bei dem Interviewformat „Carpool Karaoke“ des britischen Showmasters James Corden, bei dem er mit Musikern eine Runde mit dem Auto dreht und—wie man das eben so klassischerweise im Auto oder unter der Dusche macht—mit ihnen aus voller Kehle die Lieder aus dem Autoradio bzw. der iPod-Playlist mitgröhlt. Dafür, dass Adele singen kann, braucht es eigentlich keinen Beweis mehr. Fans freuen sich aber trotzdem bestimmt über Einlagen von „Hello“ und „Rolling In The Deep“, die Corden—bedenkt man, dass er einen Meter neben Adele im Auto sitzt—bestimmt einen dauerhaften Tinitus beschert haben müssen.

Wer Adeles Musik jetzt nicht so super findet, spult einfach so bis zu Minute zehn vor, wo Adeles Rapeinlage einsetzt, alles zerstört und offenbart, dass sie wohl eher keine langweilige Schnulzensängerin ist, sondern die rotzige englische Vorortsgöre, die wir uns immer an unserer Seite im Pub gewünscht haben und die immer so herrlich dreckig über unsere Witze lacht.