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Thump

Wie du nach Gästeliste fragst, ohne ein Arschloch zu sein

Hier steht wie du gratis Party machen kannst, ohne ein Idiot zu sein.

von Michelle Lhooq
15 Mai 2015, 8:24am

Foto via Flickr | icanteachyouhowtodoit | CC BY 2.0

"Ich stehe auf der Gästeliste." Die fünf schönsten Worte, die man sagen kann.

Gratis Party zu machen ist eine feine Kunst, aber zugleich eine gefährliche Sucht. Wenn du einmal den süßen Rausch, bei einer Schlange erbärmlicher Kartenbesitzer vorbeizugehen, erlebt hast, möchtest du nie wieder in die feuchte Grube der Jugendinfo zurückkriechen. Aber jeder kann zumindest einmal den Weg auf die Gästeliste schlagen – dieser Scheiß ist super einfach. Darauf zu bleiben ist wieder ganz was anderes. Das verlangt nach Beharrlichkeit, Skills, Charme und vor allem nach Manieren. (Außer du bist ein süßes Babe, das Drogen hat. Dann hast du schon gewonnen).

Nachtleben-Etikette sollten wir auch nicht näher erklären müssen, aber Leute schaffen es immer wieder, das zu verhauen. Also haben wir euch einen Guide zusammengestellt, wie ihr einen Platz auf der Gästelitste ergattern könnt, ohne ein Arschloch zu sein.

Frage früh genug

Foto via Maks Gutnik

Das ist vermutlich die wichtigste Regel und jene, die Noobs am öftesten verhauen: Frage niemals am Tag der Party nach einem Gästelistenplatz. Die Namen wurden bereits raufgeschrieben, sorry, dein Fenster der Optionen hat sich geschlossen. Anfragen nach 17:00 sind einfach nur unhöflich. Und wenn du dem DJ eine SMS schreibst, während du vor dem Club stehst... Auf Wiedersehen.

Kenne den DJ

Und mit kennen meine ich nicht, dass du einmal neben ihnen am Pissoir standest. Clubs geben jedem der DJs nur eine gewisse Anzahl an Spots und diese Spots gehen an Leute, die ihn kennen. Oder die seiner Karriere förderlich sein könnten.

Schmeiß nicht mit der Szene-Karte um dich

Gästeliste ist ein Privileg, kein Recht. Nur weil du in der Clubszene arbeitest, heißt das nicht, dass du einen Freifahrtschein hast. Die schlimmsten Leute sind diejenigen, die von Anfang an lügen und behaupten, dass sie von der "Presse" sind und dann nicht mal dem DJ eine SMS schreiben, dass sie jetzt für das geplante "Interview" da sind. Ihr seid schleimige, ekelhafte Würmer und wir sehen euch.

Sei dankbar

Foto via Adam White

Der einfachste Weg einen DJ zu verärgern? Nicht damit zufrieden zu sein, nur auf der Gästeliste zu stehen. Aus unerklärlichen Gründen (meistens weil sie heiß sind), erwarten gewisse Leute, dass sie nicht nur freien Eintritt, sondern auch unlimitiert freie Getränke und Drogen bekommen. Es ist mir scheiß egal, wie groß dein Schwanz ist oder wie viele Kreise du damit ziehen kannst. Nach "plus acht" zu fragen, damit du mit deiner Gang ausgehen kannst, ist nicht einmal süß.

Sei nicht reich

Foto via Marc Ressang

Wow, du hast einen JOB? DANN ZAHL DEN VERDAMMTEN EINTRITT. Lass die Plätze für die armen Kreativen, die als Radboten durch die Städte ziehen müssen. Jeder hat es verdient mal auf eine Party zu gehen, aber nicht jeder kann es sich leisten. Außerdem gibt es nichts schlimmeres als einen Yuppie, der nach gratis Zeug fragt.

Halte deine Nachragen auf dem Minimum

Foto via TheArches/Flickr

Sei nicht "der eine Typ", der um einen Gästelistenplatz bettelt, sobald irgendwo eine gute Party ist.

Mach nicht einen auf Familie

Wenn du nicht mit dem DJ befreundet bist, schreib ihnen keine Mail die mit "Hey Schwester!" anfängt. Das kommt nicht gut und sie werden dir ebenfalls eine fake-freundliche Absage zurückschreiben. Wenn sie überhaupt zurückschreiben.

Wenn der Eintritt weniger als sieben Euro ist, frag nicht

Foto via THESUPERMANIAK

Du findest, dass es teuer ist zu Partys zu gehen? Schmeiß mal eine. Wenn so wenig Eintritt ist, dass er fast gar nicht existiert, kommt die Frage nach der Gästeliste der Frage "Hey, kann ich sieben Euro aus deiner Brieftasche haben?" gleich.

Wenn der Eintritt vor Mitternacht gratis ist, frag erst recht nicht

Come on. Das ist einfach nur faul.

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