Festivals

Vorsicht vor diesen fünf furchtbaren Typen von Festivalbesuchern

Spätestens in der Gluthitze einer Dixiekloschlange wird dir einer von ihnen auflauern. Sei also gewarnt.

von Josh Baines
24 Juni 2016, 12:30pm

Josh Hanton

Alle Illustrationen: Josh Hanton. Dieser Artikel ist zuerst auf THUMP UK erschienen.

Wir sollten mit dem offensichtlichen aber wirklich wichtigen Punkt beginnen: Festivals sind großartig. Ein gutes Festival kommt der Perfektion so nahe wie sonst nichts. Du hast Kumpels, Unmengen zu trinken, überteuerte Burger, Felder und Mädchen mit Cowboyhüten. Und du siehst über einen Zeitraum von drei Tagen voller Spaß jeden DJ, den du magst. Wenn das nicht die pure Glückseligkeit ist, dann weiß ich es auch nicht.

Die Sache ist allerdings, und da stimmst du uns sicherlich zu, dass du leider auch ein paar ziemliche Arschlöcher auf Festivals triffst. Das ist an sich nicht überraschend oder schockierend, denn immer wenn mehr als fünf Leute zusammenkommen, ist garantiert mindestens ein Arsch dabei. Das macht es jedoch nicht einfacher, den Schlimmsten aus dem Weg zu gehen.

Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen, zusammen mit dem Londoner Illustrator Josh Hanton eine Art visuellen Guide zu den absolut schlimmsten Leuten zusammenzustellen, die du definitiv irgendwann in den nächsten Monaten auf einem Festival treffen wirst.

1. Mr. Festival

Von Ende Mai bis Anfang Oktober lebt dieser Typ in seinem Schlafsack, den er in einen Rucksack gestopft hat. Er sieht sich jede Band und jeden DJ auf jeder Bühne an, nur um den einzigartigen Nervenkitzel zu spüren, vor einem Publikum, das es bereut, anwesend zu sein, einen DJ oder eine Band zu sehen, für die er sich nicht interessiert. Er ist mit rauen Mengen Fertignudeln ausgerüstet und stinkt nach billigem Wein. Beide Arme sind bis zu den Achselhöhlen voller Bändchen, seine linke Hand umklammert den ausgedruckten Timetable des Festivals, der von Regen und Handschweiß durchnässt ist. Er liebt einfach Festivals, verdammt. Er liebt sie. Das Melt! ist sein Woodstock und er freut sich einfach wahnsinnig auf die Nation.

2. Daddy Cool

„Warum", sagt er zu dir, während Theo oder Paul oder Max oder Fritzchen an deinem Hosenbein ziehen und deine Jeans mit Spucke und ihren klebrigen Händen einsauen, „können wir bei dieser Art von Veranstaltungen nicht die Generationen zusammenbringen? Darum geht es doch bei Clubkultur, oder? Es dreht sich alles um Gemeinschaft!" Zwei Stunden später siehst du Theo oder Paul oder Max oder Fritzchen, wie er von den Schultern seines Vaters rutscht, ihn aus Versehen zum Fallen bringt, wobei dieser sich zwangsläufig die Hose einsaut und sein Bier verschüttet. Du siehst, wie er immer röter und immer wütender wird und kurz davor ist, „Leck mich!" zu seinem eigenen Kind zu sagen. Dann fängt das Kind an, im Zelt Amok zu laufen, und Kerri Chandler erlebt, wie ein kleines Kind in einer sehr teuren Jacke die Bühne erklimmt. Er löst einen Alarm aus und das ganze Festival wird zu einer verstörenden, verwirrenden, panischen Hölle und der alte Vater murmelt irgendwo in der Menge etwas von einem verschütteten Bier.

3. Der schaurige Graver

Er ist älter als die Berge, aber natürlich wird er sich für eine Zigarette an dich heranschmeißen und widerlich nostalgische Unterhaltungsdämpfe in dein ungemein uninteressiertes Gesicht pusten. Der tattrige Alte trägt immer noch das schreckliche Batikshirt, in dem er schon damals scheiße aussah, und obwohl er sich erstaunt bei dir einschleimt, ist in seiner weisen, gezeichneten, gequälten Visage eine tiefe Traurigkeit zu sehen. „Früher war alles besser", sagt er immer und immer wieder. „Es war besser ... als ... damals ... als ich jung war."

4. Mr Viel-zu-früh-angefangen

Ja, du bist gemeint, genau DU. Es ist drei Uhr nachmittags, du hast gerade auf die teure North-Face-Jacke gekotzt, die du mit der Kreditkarte deiner Mutter gekauft hast, und jetzt verpasst du Skepta. Du fängst an, ein wenig zu heulen, die Tränen und die Kotze vermischen sich und jeder um dich herum lacht; sie lachen ÜBER DICH und sie werden nicht aufhören, zu lachen, und du weißt nicht, was du machen sollst, und fällst in die Kotze und Tränen und ruinierst deine neuen Nikes. Deine enge Jogginghose reißt und wir alle sehen deine winzigen, haarlosen Eier in der Kotzmatsche baumeln.


5. Die Nervensäge

Dieser Typ hat nur ein Wochenende frei im Sommer und er wird alles daraus rausholen. Er hat jeden Unsinn mitgemacht, er hat die Bar leergesoffen, er hat fast alles Fleisch konsumiert und ausgeschissen ... und es ist noch nicht einmal Mittag! Seine Hose sieht aus, als bestünde sie nur aus Hanf und Longpapers, seine Haare sehen aus wie verbranntes Stroh mit Chipskrümeln. Er stinkt nach Cider und Feuerzeugbenzin, und wenn du seine Haut schmecken würdest, dann würde deine Zunge auf dem Geschmack von Salz und MDMA-Kristallen tanzen. Er heißt wahrscheinlich „Fritte" oder „Pocke" und trägt ein kroatisches Fußballtrikot. Wenn die Sonne untergeht, ist er ein Zombie, aber ein Zombie, der entschlossen ist, sich an Techno zu laben, anstatt an Fleisch.

Am Montagmorgen sieht er allerdings so aus...

Mehr von Josh Hantons großartigen Illustrationen kannst du hier sehen.

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