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mein erster club

Mein erster Club: John Digweed

Im verschlafenen britischen Hastings hat John Digweed das Rave-Fieber gepackt.
23.10.15

Meinen ersten Kontakt mit einem Club und Clubkultur hatte ich nicht in London, Manchester oder Brighton. DJ Terry Johns hat mir meinen ersten Nachtclub in meiner Heimatstadt Hastings gezeigt, als ich erst 13 Jahre alt war. Dieser Tag hat mein Leben verändert und von diesem Moment an wusste ich, dass ich DJ werden wollte.

Wer hätte gedacht, dass eine verschlafene Stadt wie Hastings in den 80ern einen Laden wie das Downtown Saturdays hatte, einen Club mit einem von Richard Long inspirierten, extra angefertigten Soundsystem, das von Keith Hardy gebaut wurde. Ich erinnere mich daran, dass Keith Hardy in New York City über dieses Soundsystem gesprochen hat und darüber, wie unglaublich der Sound war. Das nächste Mal, dass ich solche Lautsprecher gesehen habe, war, als das Ministry of Sound in den 90ern eröffnet hat. Im Downtown Saturdays haben auch Bands gespielt, bevor sie groß wurden, wie Tears for Fears, Haircut 100 und Divine.

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Im Downtown Saturdays hat früher ein DJ aus Brighton namens Barry Page wie ein Zauberer fünf Stunden am Stück gemixt, zwei Mal die Woche. Er hatte ein umfassende Auswahl an Songs, die von New Wave bis Electro und zu den neuesten US-Importen reichte. Ich habe so viel gelernt, indem ich ihm dabei zugesehen habe, wie er seine Auswahl zusammen mischt. Das war vor Acid House und es gab keine Gast-DJs, nur Residents. Ich habe Barry bei jeder Gelegenheit zugesehen. Als ich sein Freund wurde, hat er mir erlaubt, die erste Stunde, nachdem der Club aufgemacht hat, zu spielen. Vorher habe ich nur in meinem Zimmer gespielt und über so ein großes Soundsystem zu spielen, war ein großer Schritt, aber es hat mir auch das Selbstbewusstsein gegeben, vor einem Publikum zu spielen.

Ich wurde einer der Resident-DJs, als ich 18 war. Ich sollte tagsüber kommen, die DJ-Kanzel reinigen, das Soundsystem checken, kaputte Lampen auswechseln. Als Acid House aufkam, hat der Clubbesitzer beschlossen, den Club kommerzieller auszurichten. Zu der Zeit hatte mich bereits das Rave-Fieber gepackt und ich habe die Bedrock-Partys organisiert. Ich hatte es auch darauf abgesehen, in der neuen und aufregenden Szene an der Küste südlich von London zu spielen. Ich habe in dieser Zeit so viel gelernt—wie man einen Club betreibt, wie ich meine Sets zusammenstelle und abstimme; ich würde sagen, dass ich nicht derselbe wäre, der ich heute bin, wenn ich diese Phase nicht durchgemacht hätte.

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