Munchies

Der Goldrausch: Das wahnwitzige Geschäft eines Trüffeldealers

Es ist Saison für den Schwarzen Trüffel. Jetzt gehen 200.000 Euro in zwei Monaten über den Tisch.
26.2.17

Sobald der Trüffel aus dem Boden kommt, verliert Massimo Ferradino Geld. Massimo verkauft Trüffel in Berlin, ihm gehört das Tartufo del Re in Berlin-Kreuzberg und er verkauft an die Spitzengastronomie der Stadt: "Einmal geerntet, entweicht sofort Wasser und damit geht auch Gewicht verloren." In einem Geschäft, in dem jedes Gramm wichtig ist, kommen da schnell Summen zusammen. An jedem Tag wird eine Trüffelknolle drei bis fünf Gramm leichter. Kauft man – wie Massimo – kiloweise, verliert man damit schon mehrere hundert Euro, während einfach die Zeit vergeht. Nach vier Tagen schmeckt und riecht ein Trüffel nur noch halb so gut, nach sieben Tagen beginnt er zu verrotten. In der Zeit muss er aus den Wäldern Italiens auf den Teller kommen. Massimo muss in diesen Tagen so viel arbeiten, wie er kann: 200.000 Euro setzt Massimo in den zehn Wochen von Januar bis Mitte März um, in denen der Schwarze Wintertrüffel Saison hat. Das ist sein halber Jahresumsatz.

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Wie Massimo dazu gekommen ist, Trüffelhändler zu werden, und was er in dem Geschäft schon alles erlebt hat, erfährst du auf MUNCHIES.