Fanny und Daphne.Old Ladies' Rebellion ist wie ein Kult für modische alte Damen. Fanny Karst kommuniziert mit ihren Kunden über handgeschriebene Notizen und auf der Einladung zu ihrer aktuellen Show heißt es tatsächlich: „Alle unter 80 müssen in Begleitung kommen." Wir sind hingegangen und haben die Anhänger des Kults interviewt.DAPHNE SELFVICE: Du bist mehr oder weniger das Gesicht von Fannys Marke und die Kate Moss der älteren Models.Daphne Self: Nun, ich habe Fannys Abschluss-Show gemacht und seitdem sind wir Freundinnen. Ich bin bestimmt das älteste Model bei One Model und wahrscheinlich das älteste hier—ich bin 83! Glücklicherweise habe ich eine Menge Energie. Ich habe mit 20 gemodelt und wurde mit 70 wieder entdeckt. Dieses Outfit habe ich eigentlich für einen Diamanten-Modeljob getragen, den ich vor Kurzem hatte.Hast du Diamanten geschenkt bekommen?Was glaubst du denn? Überhaupt, wen interessieren Diamanten? Ich bewege mich nicht in Kreisen, in denen Diamanten getragen werden. Ich bin ein Modeschmucktyp und ich möchte imstande sein, nachts den Zug nach Hause zu bekommen, ohne mir Sorgen um meinen Schmuck zu machen.Wie viele Kollektionen hast du schon für Fanny gemodelt?Fünf.Wie bist du zum Modeln gekommen?Wie ich bereits gesagt habe, hab ich mit 20 ein paar Jahre gemodelt, war aber nicht wirklich ein Star. Ich bin zufällig dort reingerutscht. Dann habe ich geheiratet und Kinder bekommen und habe Jahre lang nichts gemacht, aber mein Mann war im Showbusiness und so wurde ich Statistin und war im Fernsehen zu sehen. Eines Tages hat mich mein Agent gefragt, ob ich Werbung machen würde. Als ich 70 war, wurde ich gefragt, ob ich für Red or Dead auf der London Fashion Week laufen würde. Die Stylisten haben mich dann gefragt, warum ich nicht zur Vogue gehe, weil die gerade einen Artikel darüber schrieben, wie es ist, alt zu sein. Da war eine 100-jährige Dame, andere waren 90 Jahre alt, 80, 70, 60, 50 und wir alle wurden von Nick Knight fotografiert. Danach haben mich Model One gefunden und ich bin jetzt seit fast 13 Jahren bei denen.Was ist das Beste daran, ein altes Model zu sein?
Na ja, es gibt keine Konkurrenz. Ich liebe, was ich mache, besuche neue Orte und lerne Menschen kennen. Ich hatte letztes Jahr ein ziemlich erstaunliches Jahr. Ich war in Prag, Berlin, Peking und Paris. Peking war überwältigend, weil ich noch nie in China war. Wir wurden wie Stars behandelt, haben die Chinesische Mauer gesehen, den Sommerpalast und das alles. Die Arbeit für das chinesische Vogue-Shooting war wirklich hart, aber es war eine wahrlich gute Erfahrung. Ich liebe es, die Kleidung zu tragen, auch wenn ich es mir nicht leisten kann, die Sachen zu kaufen, aber überhaupt, was würde ich damit in einem kleinen Vorort anfangen? Ich liebe es, auf Flohmärkte zu gehen und ich habe mir auch meine ganzen Klamotten immer selber gemacht, also habe ich heute eher zu viele.MIGI COYLEVICE: Hi Migi, Wie hast du von Fanny erfahren?
Migi Coyle: Also, ich mag Mode und bin sehr interessiert, aber das erste Mal habe ich Fanny in einem überfüllten Keller in der Savile Row getroffen, wo sie ein Fitting gemacht hat. Ich denke, sie ist ein tolles Mädchen und sie versteht, dass man sich auch in meinem Alter modisch kleiden kann. Sie ist bezaubernd, sehr aufgeschlossen und offen gegenüber neuen Ideen. Weißt du, sie hat mir eine kleine Notiz geschickt, auf der sie mich hierher eingeladen hat. Darauf stand: „Ich würde dich gerne sehen." Ich habe mich vorhin bei Fanny entschuldigt, dass ich so ungepflegt aussehe, weil ich arbeiten war.BRIDGET SOUJOURNERVICE: Hi Bridget, dürfen wir dich interviewen?
Bridget Soujourner: Von welchem Magazin seid ihr? The Face? Da war ich vor langer Zeit mal drin! Nein, wir sind von VICE. Warum warst du in The Face?
Oh, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, das ist Jahre her! Ich glaube, es war, weil ich meine ganze Kleidung aus Wohltätigkeitsläden habe. Sie haben mich auf der Straße angehalten und mir gesagt, dass ich sehr viel Stil habe. Findet ihr, ich sollte mir einen Agenten holen? Kennt ihr einen? Ihr solltet euch den Blog von Ari Cohen anschauen, das mache ich immer. Und wie kommt es, dass du für Fanny modelst?
Ich habe in der Zeitung über sie gelesen und der Name Old Ladies' Rebellion hat mich angesprochen. Ich bin zu der Adresse in der Savile Row gegangen und habe gefragt: „Ist Fanny da?“ Jemand rief sie an und als sie zurückkam sagte sie zu mir: „Ich habe dich auf der Bond Street gesehen und wollte dich fragen, ob du kommen und für mich modeln würdest.“ Und was trägst du?
Wenn ich nicht gerade Fannys Entwürfe trage? Diese Mary Janes aus Leder sind von Muji. Die sind fantastisch, großartig und sehr bequem. Dieses Jacket und die Hose waren sehr, sehr alt, als ich sie gekauft habe, wurden aber davor noch nie getragen. Diese Jacke ist von COS und ich habe sie für 4£ gekauft. Ich glaube, COS ist mein Lieblingsladen, aber er ist sehr teuer, also versuche ich die Sachen in Wohltätigkeitsläden zu finden. Außerdem sammle ich Schmuck, dieser Ring ist aus Spanien—er ist aus Ebenholz, dieser hier ist aus Thailand und dieser hier ist ein Jensen-Ring. Mein erstes Gehalt habe ich für 50er Jahre-Ohrringe von Jensen ausgegeben. Die Armbänder sind aus dem Südpazifik, aus Koralle oder so etwas. Ich reise viel, weil meine Enkel überall auf der Welt verteilt leben. Mein Hut ist unglaublich alt und diesen interessanten Anstecker habe ich in einem Antikladen in Toronto gekauft, er ist sehr im Jugendstil, oder? Mit dieser Palme und dem Bogen sieht er aus wie etwas in Dubai.HELEN ENGLISHVICE: Wie wurdest du Kundin von Fanny?Helen English: Ich habe letztes Jahr im Guardian von Old Ladys' Rebellion erfahren und mich in den Namen und die Kleidung verliebt. Ich habe ihr eine E-Mail geschrieben und sie hat mich in die Savile Row eingeladen. Ich habe ihr meine Größen genannt und ihr erzählt, wo ich normalerweise meine Kleidung kaufe—bei Margaret Howell—ich bin mit ihr ins Studio gegangen und sie hat mir drei Kleider gezeigt. Ich habe sie direkt bestellt, einschließlich dem, das ich trage. Die Klamotten sind elegant, einfach zu tragen, sie erlauben mir gemütlich zu stehen und zu sitzen und zu tun, was ich zu tun habe—Geschäfte leiten. Ich muss viel stehen, weil ich Anwältin bin. Was ich also zur Arbeit trage, ist normalerweise dunkel und elegant. Fanny ist sehr schick, sie versteht, wie sich Frauen bewegen, wie sie sich fühlen wollen, wie sie sich nicht entblößen, aber bewundert werden wollen, ohne zu eindeutig zu sein. Das ist französische Subtilität und die hat sie.Alle reden hier über deine fantastischen roten Schleifenschuhe, wo hast du die her?Also, ich mag maßgeschneiderte, schön gemachte Kleidung, die gut mit flachen, aber auch hohen Schuhen aussieht und meiner Größe schmeichelt. Vor Kurzem habe ich ein Kleid aus einem Vogue-Muster genäht und mit roter Seide gefüttert und dann habe ich diese Schuhe gesehen, die fast die gleiche Farbe hatten. Ich habe gemerkt, dass diese Schuhe zu jedem dunkelgrauen Kleid passen, das ich besitze, und seitdem trage ich diesen Look.Fotos: Amina Nolan
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Na ja, es gibt keine Konkurrenz. Ich liebe, was ich mache, besuche neue Orte und lerne Menschen kennen. Ich hatte letztes Jahr ein ziemlich erstaunliches Jahr. Ich war in Prag, Berlin, Peking und Paris. Peking war überwältigend, weil ich noch nie in China war. Wir wurden wie Stars behandelt, haben die Chinesische Mauer gesehen, den Sommerpalast und das alles. Die Arbeit für das chinesische Vogue-Shooting war wirklich hart, aber es war eine wahrlich gute Erfahrung. Ich liebe es, die Kleidung zu tragen, auch wenn ich es mir nicht leisten kann, die Sachen zu kaufen, aber überhaupt, was würde ich damit in einem kleinen Vorort anfangen? Ich liebe es, auf Flohmärkte zu gehen und ich habe mir auch meine ganzen Klamotten immer selber gemacht, also habe ich heute eher zu viele.MIGI COYLEVICE: Hi Migi, Wie hast du von Fanny erfahren?
Migi Coyle: Also, ich mag Mode und bin sehr interessiert, aber das erste Mal habe ich Fanny in einem überfüllten Keller in der Savile Row getroffen, wo sie ein Fitting gemacht hat. Ich denke, sie ist ein tolles Mädchen und sie versteht, dass man sich auch in meinem Alter modisch kleiden kann. Sie ist bezaubernd, sehr aufgeschlossen und offen gegenüber neuen Ideen. Weißt du, sie hat mir eine kleine Notiz geschickt, auf der sie mich hierher eingeladen hat. Darauf stand: „Ich würde dich gerne sehen." Ich habe mich vorhin bei Fanny entschuldigt, dass ich so ungepflegt aussehe, weil ich arbeiten war.
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Bridget Soujourner: Von welchem Magazin seid ihr? The Face? Da war ich vor langer Zeit mal drin! Nein, wir sind von VICE. Warum warst du in The Face?
Oh, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, das ist Jahre her! Ich glaube, es war, weil ich meine ganze Kleidung aus Wohltätigkeitsläden habe. Sie haben mich auf der Straße angehalten und mir gesagt, dass ich sehr viel Stil habe. Findet ihr, ich sollte mir einen Agenten holen? Kennt ihr einen? Ihr solltet euch den Blog von Ari Cohen anschauen, das mache ich immer. Und wie kommt es, dass du für Fanny modelst?
Ich habe in der Zeitung über sie gelesen und der Name Old Ladies' Rebellion hat mich angesprochen. Ich bin zu der Adresse in der Savile Row gegangen und habe gefragt: „Ist Fanny da?“ Jemand rief sie an und als sie zurückkam sagte sie zu mir: „Ich habe dich auf der Bond Street gesehen und wollte dich fragen, ob du kommen und für mich modeln würdest.“ Und was trägst du?
Wenn ich nicht gerade Fannys Entwürfe trage? Diese Mary Janes aus Leder sind von Muji. Die sind fantastisch, großartig und sehr bequem. Dieses Jacket und die Hose waren sehr, sehr alt, als ich sie gekauft habe, wurden aber davor noch nie getragen. Diese Jacke ist von COS und ich habe sie für 4£ gekauft. Ich glaube, COS ist mein Lieblingsladen, aber er ist sehr teuer, also versuche ich die Sachen in Wohltätigkeitsläden zu finden. Außerdem sammle ich Schmuck, dieser Ring ist aus Spanien—er ist aus Ebenholz, dieser hier ist aus Thailand und dieser hier ist ein Jensen-Ring. Mein erstes Gehalt habe ich für 50er Jahre-Ohrringe von Jensen ausgegeben. Die Armbänder sind aus dem Südpazifik, aus Koralle oder so etwas. Ich reise viel, weil meine Enkel überall auf der Welt verteilt leben. Mein Hut ist unglaublich alt und diesen interessanten Anstecker habe ich in einem Antikladen in Toronto gekauft, er ist sehr im Jugendstil, oder? Mit dieser Palme und dem Bogen sieht er aus wie etwas in Dubai.
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