Die österreichische Feuerwehr zeigt uns, wie man Flüchtlinge wirklich begrüßen sollte
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Martin Peneder | FF-Feldkirchen

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Die österreichische Feuerwehr zeigt uns, wie man Flüchtlinge wirklich begrüßen sollte

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Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Martin Peneder | FF-Feldkirchen

Die Flüchtlingsdebatte hat Europa fest im Griff. Jeder Stammtisch, jede Gemeinde, jede Regierung beschäftigt sich damit. Gerade am Montag hat sich die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner bei einem Sondertreffen der EU-Innenminister in Brüssel geweigert, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, die aus Italien und Griechenland auf andere europäische Länder aufgeteilt werden sollen. Neben Ungarn war Österreich das einzige Land, das sich gänzlich weigerte, Flüchtlinge aufzunehmen.

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Aber Österreich kann auch anders. In der Zivilbevölkerung gibt es immer mehr Leute, die helfen möchten und das auch aktiv tun. Einen Teil hat am Montag die Freiwillige Feuerwehr aus Feldkirchen an der Donau beigetragen. Nachdem 78 Flüchtlinge in der Berufsschule im Ort untergebracht wurden und es 36 Grad waren, überließen sie den ankommenden Flüchtlingen die Wasserschläuche.

Lukas Reisinger, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr erklärt am Telefon, dass seine Familie den Flüchtlingen bereits Kleidung gebracht habe und sie am Sonntag schon über das Thema geredet hätten. Er habe gehofft, dass die Flüchtlinge von dem Badesee im Ort wüssten, der aber zirka zwei Kilometer von der Unterkunft entfernt sei. „Wir haben uns dann gedacht, das kann man ändern und haben das Wasser zu ihnen gebracht."

Dass im Forum der Krone einige Menschen von Wasserverschwendung sprechen, hat er noch nicht mitbekommen. Er möchte sich da aber auch nicht einmischen: „Ja, solche Leute gibt es auch. Aber ich fand das gestern angebracht und deswegen haben wir es gemacht. Und wenn man so ein Kinderlächeln sieht, dann gibt das einem alles zurück."

Ja, Österreich kann auch so.