Drogen

Krankenhaus-Patientin will ihre Hunde füttern lassen – jetzt ermittelt die Polizei

Die Mitarbeitenden des Ordnungsamts fanden in ihrer Wohnung neben Hundekeksen auch anderes Gebäck – samt zugehöriger Produktionsanlage.
12 September 2018, 9:49am
Symbolbild || Ordnungsamt: imago | Eibner || Cannabis: Pixabay | Wild0ne | CC0 || Montage: VICE

Es ist ziemlich unangenehm, wenn unangemeldeter Besuch eine Menstruationstasse auf dem Badewannenrand findet und in der Spüle noch ein Saugnapf-Dildo klebt. Dennoch sehen wohl die wenigsten Wohnungen ständig so aus wie auf den Inspirationsfotos eines Interior-Design-Moodboards auf Pinterest. Dass eine gesunde Portion Paranoia trotzdem nicht schadet, zeigt der Fall einer Frau aus Nordrhein-Westfalen Anfang der Woche. Eigentlich hatte sie nur nach jemanden zum Füttern ihrer beiden Hunde gesucht. Nun ermittelt die Polizei.

Wie Mitarbeitende der Stadt Hagen am Dienstag in einer Pressemitteilung schrieben, war die Frau am Tag zuvor in einem Krankenhaus aufgenommen worden. Weil sie dadurch ihre zwei Hunde nicht selbst füttern konnte und sich in ihrem Umfeld offenbar niemand als Mensch gewordener Dosenöffner hergeben wollte, setzte sich das Krankenhaus mit der Ordnungsbehörde in Verbindung. Beamte besorgten sich den Wohnungsschlüssel, um die Hunde in Obhut zu nehmen. Doch als die Ordnungshütenden in der Wohnung eintrafen, fanden sie nicht nur die Tiere – sondern auch ein Zimmer mit einer Indoor-Plantage und die Keksvorräte der Bewohnerin.

Das Cannabis-Zimmer der Krankenhaus-Patientin | Foto: Stadt Hagen

Neben "neun rund 1,50 Meter hohen Pflanzen" wurden laut der Pressemitteilung auch "Dosen voller Haschkekse und Behälter voller Cannabisblüten" gefunden. Ob die Krankenhaus-Patientin ihre Homegrow-Anlage vergessen hatte oder sie das Ordnungsamt gar nicht zuhause haben wollte, und an dem ganzen Debakel nur die unzuverlässigen Bekannten der Frau und ein pflichtbewusstes Krankenhaus-Personal schuld sind, ist nicht bekannt.

Wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt nun jedenfalls die Polizei gegen die Frau. Vielleicht kann sie sich bei ihrem Krankenhaus-Aufenthalt ja gleich ein Rezept für medizinisches Cannabis ausstellen lassen.

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