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10 Jahre Gefängnis: Erstmals wird ein Mann für "Online-Vergewaltigung" verurteilt

Weil er Minderjährige über das Internet zu sexuellen Handlungen zwang, muss ein 41-Jähriger nun wegen Vergewaltigung ins Gefängnis. Das Besondere an dem Fall: Der Täter hat seine Opfer nie persönlich getroffen.

Achtung: Dieser Text und darin enthaltene Links enthalten Beschreibungen von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigungen.

Die öffentliche Debatte um sexuelle Belästigung im Internet ist so alt wie Avatare und Chatrooms selbst: Wie geht man mit Übergriffen im Online-Bereich um? Kann eine Vergewaltigung auch online stattfinden? Schon bevor es grafisch ausgefeilte Multiplayer-Games gab, fanden sexuelle Übergriffe bereits in textbasierten Rollenspielen statt – der vielleicht erste und bekannteste Fall wurde 1993 von Julian Dibbell in seinem Essay "A Rape in Cyberspace" festgehalten. 2007 geriet ein Second Life-Nutzer wegen "virtueller Vergewaltigung" ins Visier der belgischen Polizei. Auch World of Warcraft hat ein Vergewaltigungsproblem.

Doch sexuelle Belästigung und übergriffiges Verhalten beschränken sich nicht nur auf Nutzer von Videospielen, Täter benutzen auch Soziale Netzwerke und digitale Hilfsmittel wie Webcams, um im Internet Kontakt zu möglichen Opfern aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen und sie im im realen Leben zu Handlungen zu zwingen, die ihnen psychisch wie physisch schaden. Vor allem Kinder und Jugendliche werden häufig Opfer sexueller Übergriffe über das Netz.

Am vergangenen Donnerstag hat nun ein schwedisches Gericht zum ersten Mal einen Mann wegen Vergewaltigung über das Internet schuldig gesprochen.

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