
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Die Forderung nach einer Bündelung der Kompetenzen und einer Öffnung der Institutionen ist jedoch nichts Neues. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer setzte sich bereits 2009 für ein eigenes Integrationsministerium ein, scheiterte damals jedoch am Widerstand der CDU/CSU und der FDP.Auf Länderebene sieht die Sache jedoch ein wenig anders aus, so hat Baden-Württemberg bereits ein eigenes Integrationsministerium. Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz haben zumindest Querschnittsministerien geschaffen. Ein Konzept, das so auch von den Unterzeichnern der Petition auf Bundesebene gefordert wird.Trotz allem stößt das Integrationsministerium in Baden-Württemberg ebenfalls auf erbitterten Widerstand der CDU und FDP. Diese fordern, das Ministerium, das erst 2011 ins Leben gerufen wurde, mit Verweis auf die Kosten und durch Kritik an der Messbarkeit der Erfolge wieder abzuschaffen.Der ausgeschiedene Amtschef des Integrationsministeriums, Manfred Stehle, summierte nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt vor ein paar Monaten jedoch die Probleme zu Beginn des Ministeriums: „Null Personal, null Räume, null Technik.“Auf Bundesebene sind die Kosten, die eine Reform mit sich ziehen würde, noch nicht abzusehen, da das Chaos innerhalb der verschiedenen Ministerien einer einheitlichen Kostenaufstellung im Wege steht. „Es wird in jedem Fall ein dreistelliger Millionenbetrag sein, wenn man daran denkt, dass allein für die Integrationskurse schon rund 200 Millionen Euro pro Jahr aufgewandt werden. Demgegenüber ist der Etat des Integrationsministeriums in Baden-Württemberg klar zu knapp gehalten“, so Bade.
Anzeige
