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Hallo Dear John!

Die Redaktion von Dear John besteht ausschließlich aus Frauen, die zum Vergnügen von Männern schreiben.
1.2.11

Unser guter Freund Conor Creighton hat es endlich geschafft, er hat sich seinen Traum erfüllt und sein erstes Magazin publiziert. Ach, vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die Redaktion von Dear John ausschließlich aus Frauen besteht, die zum Vergnügen von Männern schreiben.

Was sich nun anhört wie ein eher feuchter Traum, soll aber Unterhaltung auf hohem Niveau dienen. Wer sich also bereits anfasst, sollte also jetzt damit aufhören und erstmal das Interview lesen, dass wir mit Conor geführt haben.

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Vice: Wie fühlt es sich an der Chefredakteur einer Zeitung zu sein, die ausschließlich von Frauen verfasst wird?

Conor: Ich stamme aus einer sehr großen irischen Familie und habe eine Menge Schwestern. Ich spielte Hockey in einem Team, dass aus Mädchen bestand. Und ich studierte Spanisch und war dabei der einzige Typ in den Vorlesungen. Irgendwie fühlt es sich so an, als würde ich also genau da hingehören.

Woher stammt die Idee?

Ich habe immer diese ganzen Schund-Magazine meiner Freundin gelesen. Ich gab auch immer vor, sie für sie zu kaufen, doch der wahre Grund war, dass ich sie selber lesen konnte. Irgendwann scherzte ich mal, dass ich für eines der Magazine schreiben sollte und sie meinte, dass ich eines für Männer starten sollte. Ich sage nun nicht, dass Dear John in irgeneiner Art und Weise der Grazia ähnelt und es ist weit davon entfernt, Schund zu sein, aber es ist ein verspieltes Magazin wie es viele Magazine für Mädchen sind.

Wie hast du deine Redaktion gefunden?

Das sind zum Großteil Freunde, die die Idee mochten.

Wie ist das so ausschließlich mit Frauen zu arbeiten?

Mädchen bringen viel weniger Ego mit ins Spiel. Das ist die Wahrheit. Zusätzlich und das gilt für die meisten, fassen sie Ratschläge und Kritik besser auf, als Männer das tun. Das hat wahrscheinlich mit dem Ego-Ding zu tun, aber ich habe schon zuvor für Magazine gearbeitet und musste dort Schreiber betreuen, die, egal was man ihnen sagte nur ihren eigenen Vorgaben folgten. Mädchen neigen dazu auch mal zuzuhören.

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Hast du irgendetwas über Frauen gelernt, dass du vorher noch nicht wusstest?

Hmmm. Nicht wirklich. Ich glaube, dass sich nur Dinge bestätigt haben, die ich bereits vermutet hatte.

Und die Leser? Alles alte, perverse Männer?

Im Moment kaufen eher Mädchen das Magazin. Die Idee ist also ein wenig nach hinten losgegangen, außer sie kaufen es für ihre Freunde.

Was können euere Leser über Frauen lernen?

Sie können lernen, wie man ein Kind zur Welt bringt, was eine Prostituierte über Russen denkt, wie man eine Bedienung behandeln sollte und zu welcher Musik man eifersüchtig sein sollte.

Das Magazin ist für das „Vergnügen von Männern“ gemacht. Ich hätte mir etwas obszöneres vorgestellt….

Dear John ist ein klassisches Magazin. Es gibt heutzutage genügend Schmutz wann und wo immer man will. Wir hoffen etwas besser als das zu sein.

Trotzdem, zu welcher Geschichte lässt sich am besten einer von der Palme schütteln?

Oh, das liegt ganz im Ermessen des Lesers. Das Centerfold ist gut, aber vielleicht kannst du auch was mit der Rückseite anfangen, andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass es dort draußen Typen gibt, die auf die Ratgeberseite abfahren.

Und, schon in eine Gender-Diskussion darüber gezwungen worden?

Lass mich nachdenken… jeden Tag. Meine Freundin studiert Genderforschung.

Andererseits, glaubst du es gibt einen Markt für ein Magazin, dass ausschließlich von Männern zum Vergnügen von Frauen verfasst wird?

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Nein, Männer die für Frauen schreiben IST der Markt.

Was wird es in Nummer 2 zu lesen geben?

Ich würde gerne etwas aggressiver werden. Dear John Nummer 2 wird Klauen haben.

Okay, letzte Frage. Wie können unsere Leser auch Leser von Dear John werden?

Entweder über www.dearjohnmagazine.com oder sie können es bei Do you read me?, Motto und b_books kaufen