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Das Gleiche hat Lewentz in fast den gleichen Worten schon Ende Januar verkündet. Etwas weiter im aktuellen Interview macht er sich dann auch für die Vorratsdatenspeicherung stark, weil seine „Experten von der Polizei" ihm sagen, „dass eine Speicherung von Daten ein wichtiges Instrument zur Verbrechens- und auch zur Terrorismusbekämpfung ist".Weil Lewentz nicht nur Innenminister von Rheinland-Pfalz, sondern auch Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, zeichnet sich langsam ein ziemlich beunruhigendes Bild ab: Anscheinend scheinen sich so ziemlich alle Innenminister in Deutschland (inklusive des Bundesinnenministers) einig zu sein, dass eine gepanzerte Polizei und die Vorratsdatenspeicherung die absolute Superwaffen zur Terror-Bekämpfung sind. Und das ist natürlich Schwachsinn.Lewentz: Seit Paris ist klar: Die Polizei hat es mit einem völlig neuen Tätertyp zu tun. Dieser verübt Anschläge mit Kriegswaffen, ist daran gut ausgebildet und sehr erfahren. Außerdem geht er extrem kaltblütig vor. Die Bereitschaftspolizeien der Länder sind dagegen noch nicht optimal gewappnet. Sie benötigen beispielsweise mehr und bessere schusssichere Westen, die etwa Kalaschnikows standhalten. Außerdem sind mehr gepanzerte Fahrzeuge nötig, um Polizisten sicher zum Anschlagsort transportieren zu können. Die Polizei braucht auch schwere Waffen, die auf längere Distanz schießen können.
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