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Ein weißer Tag für den Terror

In letzter Zeit wurden einige weiße Amerikaner im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen in Bombay festgenommen

In letzter Zeit wurden einige weiße Amerikaner im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen in Bombay festgenommen. Einige Medien haben das ganze als „das sich verändernde Gesicht des Terrorismus" in den USA genannt. Es ist wahr, dass weiße Amerikaner, nicht so wie weiße Briten, relative Neulinge bei den verbotenen Freuden des heiligen Kriegs sind, aber die prä-9/11 Terroristen der USA waren fast alles irgendwelche Hinterwäldler, die sich nicht um Allah geschert haben und keine Turbane trugen.

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Amerikanische Politiker lieben das dunkle und böse „Andere", weil so rassistische Ängste befeuert werden können. Aber sie verpassen da was, man kann nämlich auch genauso gut Ängste vor Terroristen schüren, die so aussehen wie deine Nachbarn. Sicherlich hat irgendein CIA Komitee schon gemerkt, dass man eine süße Atmosphäre der Angst schaffen kann, wenn man das Terrornetz weit genug spannt, um jeden dabei mit einzubeziehen.

Es ist merkwürdig (und rassistisch?), dass man das noch nicht gemacht hat, die USA hatten nämlich eine ganze Menge von terroristischen Weißen. Vor dem 11. September ging die größte Bedrohung von einheimischen rechten Gruppen aus oder von einsamen Psychopathen. Jetzt im Moment sieht es so aus, als würde der christliche Terrorismus ein Comeback feiern. Hier ist also ein Blick zurück auf ein paar der erfolgreichsten Verbreiter weißen Terrors in den USA.

Timothy McVeigh

Der Oklahoma Bomber

Bevor 9/11 auf seine Krone geschissen hat, war McVeigh das Gesicht des amerikanischen Terrorismus. Schüchtern, blond, hinterwäldlerisch, Mauerblümchen, in der Schule verarscht, hässlich genug um Inzest zu vermuten—es gibt nichts, was er ausgelassen hätte.. Gore Vidal hat ihn geliebt, weil er die Logik hinter seinem Attentat sah, dummerweise hat er es dann auch ausgeführt. Der Oklahoma Bomber hat „seinen eigenen Krieg angefangen", sagte Vidal und er hat es als Vergeltung getan für die FBI Razzien bei denen im Texas der frühen 90er, 80 Leute getötet wurden. Vidal hat sein Leben im Krieg verbracht, aber es war ein Krieg der Worte mit Norman Mailer. Und William Buckley. Und David Dimbleby.

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John Wilkes Booth

Attentäter

Der Mörder von Abraham Lincoln kam aus einer prominenten Theaterfamilie, stell dir also vor, Jake Gyllenhaal würde Barack Obama umbringen. Der Grund für seine Tat war typisch für die Zeit des Bürgerkriegs: das Recht auf Sklavenhaltung. Jemand musste sich um seinen Garten kümmern und ganz bestimmt würde er sich nicht seine Neger von einem Zylinder-tragenden Anwalt aus dem Mittleren Westen wegnehmen lassen.

Die McNamara Brüder

Los Angeles Times Bomber

James und John McNamara sind Terroristen, die man sich heute nur noch schwer vorstellen kann. Sie waren Gewerkschafter und sie legten eine Bombe in der Zentrale der Zeitung, weil man den Mitarbeitern dort nicht erlauben wollte, der Gewerkschaft beizutreten.

Der Unabomber

Briefbomben

Dr. Theodore Kaczynski wurde später als Unabomber bekannt. Ein paar Leute fanden ihn ziemlich super, weil er ein hochintelligenter Intellektueller war, der in die Wildnis gezogen ist, um sich selbst beizubringen wie man Hütten baut und von Bächen, Beeren und Wölfen lebt. Während er in der Wildnis (Montana) gelebt hat, war Kaczynski Zeuge davon, wie viel Natur zerstört wurde und fing mit einer Briefbombenkampagne an um darauf aufmerksam zu machen. Als junger Mann hat er bei einem von der CIA gesponserten Test mitgemacht, bei dem die Teilnehmer unter großen emotionalen Stress gesetzt wurden um rauszufinden wie Leute in solchen Situationen reagieren, es gibt also ein Jason Bourne Element in dieser Geschichte.

Der Ku Klux Klan

Rassisten mit Kapuzen

Man sollte merken, dass man nicht mehr den Ruf von früher hat, wenn man eine schlechte Facebookseite mit 17 Fans hat. Der KKK hatte früher die ungeteilte Aufmerksamkeit aber heute geht's nur noch um die Muslime. Die Klan-Leute verbrennen keine Leute mehr im Wald, sie hängen vorm Supermarkt ab und beschweren sich, dass es wegen der Einwanderer nirgends mehr coole spitze Hüte gibt. Sie sind mittlerweile eher dröge und lächerlich geworden, ihre kleinen Penisse und ihr Hass ist nicht mehr gefürchtet, sondern man macht sich darüber lustig.