Anzeige
Dieser Artikel ist vor mehr als fünf Jahren erschienen.
News

Hangover News

Die USA haben Kriegsschiffe an den persischen Golf geschickt, ein CDU-Politiker musste wegen Schwulenhetze zurücktreten—und heute morgen ist Schumi von der Intensivstation entlassen worden.

von Toni Lukic
16 Juni 2014, 9:04am

Der Irak im Bürgerkrieg

Der Vormarsch der Terrorgruppe ISIS im Irak hat international heftige Reaktionen hervorgerufen. Barack Obama sendete Kriegsschiffe an den persischen Golf, um sich alle militärischen Optionen offen zu halten. Die Kämpfer der ISIS haben viele Städte und Gebiete im Westirak unter Kontrolle genommen und rücken auf die Hauptstadt Bagdad vor. Experten vermuten, dass ein Kollaps des Iraks zu einer flächendeckenden Erschütterung in der ganzen Region führen kann. Ziel der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) ist ein sunnitischer Gottesstaat vom östlichen Mittelmeer bis zum Persischen Golf. Auf ihrer Website brüsteten sie sich damit, bei einem Massaker 1700 Schiiten getötet zu haben. Laut „Ärzte ohne Grenzen“ sind im Irak inzwischen eine Million Menschen auf der Flucht.

Michael Schumacher ist aufgewacht

Heute vormittag wurde bekannt, dass Michael Schumacher nicht mehr im Koma liegt. Der verunglückte Rennfahrer hatte in letzter Zeit immer längere Wachphasen, laut der Bild-Zeitung kann er sogar die Augen öffnen und mit seiner Familie „kommunizieren“—wie genau, erklärt die Bild nicht, er scheint aber noch weit davon entfernt, sprechen oder sich bewegen zu können. In einer Pressemitteilung gab seine Managerin aber bekannt, dass er bereits von der Intensivstation im Krankenhaus in Grenoble in eine Rehabilitationsklinik verlegt worden ist. Und sie bat um „Verständnis, dass seine weitere Rehabilitation außerhalb der Öffentlichkeit erfolgen soll.“

CDU-Politiker tritt nach Schwulenhetze zurück

Nach heftiger Kritik in der Öffentlichkeit und von der eigenen Partei ist der rheinland-pfälzische Politiker Sven Heibel aus der CDU ausgetreten. Vielleicht hat es natürlich auch etwas damit zu tun, dass die VICE-Leser ihn am Freitag ziemlich eindeutig zur Heulsuse der Woche gewählt haben. Heibel hatte am Donnerstag ein Bild auf Facebook gepostet, das den Paragraphen 176 des Strafgesetzbuches zeigt. Daneben legte er ein Merkblatt mit den verschiedenen Fassungen des so genannten „Schwulenparagraphen“ 175 ein. Bis Juni 1994 drohte Homosexuellen nach diesem Paragraphen eine Gefängnisstrafe, wenn sie ihre Sexualität in der Öffentlichkeit ausleben würden. Dazu schrieb er: „Vor 20 Jahren wurde die Strafbarkeit der Homosexualität, § 175 StGB, abgeschafft. Ich weiß nicht, ob das ein Grund zum Feiern ist. In einem Seminar fragte mich mein Strafrechtsprof mal, ob dies mein Ernst sei? Ich sagte natürlich: klar!“ Seine Facebookseite ist derzeit leider nicht verfügbar.

Auch Penny bezog Lebensmittel von asiatischem Sklavenhalter-Unternehmen

Wie der Spiegel berichtet, hatte nach Aldi auch Rewe-Tochter Penny Produkte von dem thailändischen Lebensmittellieferanten Charoen Pokphand (CP) Foods im Sortiment. Der Guardian berichtete letzte Woche über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in dem Unternehmen. Laut der britischen Tageszeitung sollen Mitarbeiter wie Sklaven gehalten werden. Manche müssten Jahre auf Fischerschiffen arbeiten, ohne an Land kommen zu dürfen. Sogar Exekutionen von missliebigen Mitarbeitern soll es gegeben haben. Laut Rewe sollen die Produkte von CP Foods nur „sporadisch“ vermarktet worden sein. Bei der weiteren Zusammenarbeit mit CP Foods werde man eine „angemessene Entscheidung“ treffen. Man toleriere keine Menschenrechtsverletzungen.

Greenpeace-Mitarbeiter verzockte Millionen Spendengelder

Ein Greenpeace-Mitarbeiter hat laut Spiegel bei Währungsspekulationen insgesamt 3,8 Millionen Euro an Spendengeldern verzockt. Der Mitarbeiter aus der Zentrale in Amsterdam hatte bei Termingeschäften auf sinkende Eurokurse gesetzt. Der Mann wurde mittlerweile entlassen. Das Geld stammte aus den Spenden der finanzstarken Greenpeace-Länderorganisationen—wie der Deutschen. „Wir können uns bei unseren Mitgliedern nur entschuldigen und auf ihr Verständnis dafür hoffen, dass auch unsere Organisation und unser Personal nicht frei von Fehlern sind“, erklärte Greenpeace. Der Verlust sei gravierend, aber nicht existenzbedrohend.