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Bei Daimler sind Leute wegen ein paar Würstchen durchgedreht

Bis einer heult: Auf der Hauptversammlung des Konzerns gab's Krieg—am kalt-warmen Buffet.
7.4.16

Ihh! Die Wurst reicht nicht für alle | Foto: Rkolarsky | Wiki Commons | CC BY-SA 3.0

Einmal im Jahr ist bei Daimler Aktionärsversammlung im Hauptsitz des Unternehmens in Stuttgart. Da kommt die Aschdrid aus Holzgerlingen und der Tortschdn aus Trochtelfingen, und noch ein paar andere aus dem fernen Rest Deutschlands, und bangen um ihre Dividende. Das ist eine geladene Stimmung, da kann es schon mal heiß hergehen.

Diesmal stritt man um heiße Würstchen. Wie einige Medien berichten, hat sich jemand zu sehr am Buffet bedient—bis die Polizei kam. Nicht ein Mal, sondern sogar mehrmals habe sich ein Aktionär Würste zum Mitnehmen eingepackt. Einer weiteren Anteilseignerin passte das gar nicht, es kam zum verbalen Schlagabtausch. Daimler rief dann sogar die Polizei, „um zu schlichten", wie Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff bestätigt. Die wehrhafte Wärterin des Buffets erstattete dann gleich mal Anzeige wegen Beleidigung.

Scheinbar waren 12.500 „Saitenwürschtle" für 5.500 Aktionäre einfach nicht genug. Daimler will jetzt Konsequenzen daraus ziehen. „Entweder wir brauchen mehr Würstchen oder wir schaffen die Würstchen ganz ab", beteuerte Bischoff nach dem Vorfall.

Eigentlich können sich die Aktionäre sogar freuen: Ihnen winkt für das Rekordjahr 2015 eine Dividende von 3,25 Euro pro Aktie, ungeachtet dessen, dass ein Umweltverband Daimler wegen Tricks bei den Abgaswerten verklagt. Der wahre Skandal war aber der Würschtl-Klau. Ob's aber nun der Torschdn war oder doch a Preiß', ist leider nicht überliefert.