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Der VICE Wrong Boner Blog

Hosenzelte, die eigentlich nicht sein sollten - schon gar nicht bei Hunde-Sexspielzeug.
10.4.12

Endlich! Der Iran macht wieder mal alles richtig und dreht seinen Bürgern mit August das Internet ab. Damit ist dann wenigstens ein Land auf diesem elenden Drecksplaneten vor westlichen Sodomie- und Schweinkram-Seiten sicher, die sich wie Sporen über den Äther verbreiten, um unsere Gehirne aufzuweichen und uns Schritt für Schritt in blöde vor sich hin rammelnde Hundsviecher zu verwandeln.

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht nach Paranoia oder tollwütigem Geschwätz, aber wartet, bis ihr erst einmal selbst bei einem harmlosen virtuellen Wiesenspaziergang in einen Website-Hundehaufen tretet und sich euch dabei das verstörende Bild einer ziemlich seltsamen Sexpuppe für Hunde einprägt und dann reden wir weiter.

BACKGROUND

Wer mich kennt (und anatomisch bei Schulerziehungsfilmen aus den Fünfzigerjahren hängengeblieben ist), weiß, dass sich mein Gehirn in fünf große Areale einteilen lässt: Fake-Sport, Fressen, Ficken, Filme – und Grundsatzgespräche über Sex mit Tieren. Nicht, weil ich persönlich das sonderlich toll finde, sondern weil ich gerne auch die Rechte derer vertrete, die nicht dasselbe toll finden wie ich, solange ich der Meinung bin, dass das, was sie toll finden, nur deshalb verboten ist, weil es irgendjemand anders einfach nicht toll findet.

Eine Idee, zwei Memes, vier Wörter: Sodomie Wrong Boner Porno. Ich rieche Geld!

Außerdem ist Sodomie ein unheimlich guter Konversations-Kickstarter, wenn man am Ende des Abends zur Abwechslung mal nicht mit picklingen Jungs und alten Huren beim Kebabstand landen oder sich von gutgenährten Fremdenlegionären den Schwanz zeigen lassen möchte. Beziehungsweise könnt ihr immer noch die restlichen sechs Abende der Woche auf diese Art ausklingen lassen und nur eins von sieben Male auf gepflegte Gespräche setzen.

Damit ihr euch vorbereiten könnt, hier kurz meine Position dazu (vorzutragen mit kreiselndem Cognac-Schwenker): Jeder soll bitte begatten, wen oder was er will, außer betreffendes Wer oder Was will umgekehrt nicht begattet werden. Natürlich weiß ich, dass rein rechtlich schwer festzustellen ist, ob der Sex mit einem Tier einvernehmlich war oder nicht, vor allem, weil Sex auch unter Tieren nicht immer im menschlichen Sinne einvernehmlich stattfindet, aber vielleicht könnte man sich in einem ersten Schritt ja zumindest darauf einigen, dass der Sex okay ist, solange das Tier den aktiven Part übernimmt und man nur bei passivem Tiersex die Pforte zur rechtlichen Twilight Zone aufstößt.

Wer damit moralisch nicht klar kommt, kann das folgende Produktvideo ja auch als therapeutische Maßnahme sehen.

BONER

Okay, Preisfrage: Wie viele Hunde denkt ihr sehen sich YouTube-Videos zu Hundeprodukten an und treffen darauf basierend ihre Kaufentscheidungen? Ich glaube ja, es sind recht wenige. Umso merkwürdiger finde ich auch dieses Video, in dem der französische Hersteller der weltweit ersten Sexpuppe für Hunde sein Produkt bewirbt, als wäre es etwas, das beim Betrachter sofort das Bedürfnis auslösen sollte, einen kurvenreichen Pudel in Grund und Boden zu ficken:

Die Musik macht das Ganze auch kein bisschen besser und trägt noch dazu bei, dass man sich wie die Kindheits-Rückblenden-Version eines späteren Massenmörders in einem ziemlich schlechten Fernsehfilm fühlt. "Alles begann, als Markus seine Vorliebe für Hundepuppen entdeckte." Garstige Flash-Forwards. Und wer ist schuld? Eben, das Netz.

Womit wir wieder beim Iran wären. Schließlich weiß jeder, dass WWW heutzutage für "Wund? Weiter wichsen!" steht. Das setzt einen nur unter unnützen Zugzwang und macht auf Dauer auch noch blind. Insofern bin ich voll für den Iran und sein Vorhaben, das weltweite Fickificki-Geflecht durch ein blitzblankes Regional-Netz zu ersetzen. Because Iran cares. Und weil der uns wenigstens noch vor uns selbst beschützt, wurscht, ob wir das wollen oder nicht (sonst wär's ja auch kein Schutz, duh). In diesem Sinne: "Scharia gegen Schmuddel!" und Mahalo!

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