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essbares vinyl

Matthew Herbert hat einen Abend lang nur mit Lebensmitteln aufgelegt

Leider war das Set weder 100 % halal noch vegan.
18.3.16
Der Meister mischt Auberginen-Beats mit Steckrübe | Alle Fotos: Richard Eaton/Science Gallery

Ja, du hast die Überschrift richtig gelesen. Nachdem Matthew Herbert vor Kurzem bereits eine ess- und abspielbare Tortilla-Vinyl-Platte vorgestellt hatte, präsentierte er vorgestern nun weiteres Roh(kost)material. Der Auftrag dazu kam von der Science Gallery des Londoner King's College, wo man sich Rahmen des Projektes „FED UP: The Future" mit der Herstellung und Verschwendung von Lebensmitteln beschäftigt. Klar, dass da jemand wie Politmusikaktivist Herbert, der u.a. bereits ein Schweineleben vertont hat, sofort mit an Bord war. Folgerichtig spielte er nach kurzer Anmoderation ein einmaliges DJ-Set in der Guy's Chapel in London, dass Herbert als Statement einerseits zum schädlichen Einsatz von Zucker, andererseits zur Wegwerfgesellschaft selbst verstanden wissen wollte. Anschließend konnte das Publikum seine „Platten" verspeisen: Auberginen, Zwiebeln, Sellerie, Kartoffeln, Schinken, Käse und Karamell—länger als eine Stunde hätte man die neuartigen Tonträger ohnehin nicht benutzen können. Die Musik war vorher per Laser in die Lebensmittel gebrannt worden. Die Anwesenden hatten trotz des ernsten Hintergrunds sichtlich Spaß.

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