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Vier nebeneinander gestellte Leinwände erzeugen die Illusion, in einem Lichttunnel gefangen zu sein

Das Pariser Studio Nonotak erzeugt mit seiner Installation „Daydream V.4“ strahlend blaue geometrische Muster, die die Wahrnehmung der Besucher verzerren.
20 November 2014, 11:27am
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Nonotak Studio

Das Pariser Duo Noemi Schipfer und Takami Nakamoto, besser bekannt als Nonotak Studio, hat gerade die neueste Version seiner Installation Daydream veröffentlicht: Mit mehreren Reihen lichtdurchlässiger Leinwände kreiert Daydream V.4 eine immersive interaktive Erfahrung. Gerade war das Werk auf dem STRP Festival for GLOW Next im niederländischen Eindhoven zu sehen.

Die Leinwände der Installation streuen das auf sie projizierte Licht und erzeugen so strahlende geometrische Muster, die den Besucher in wechselnde, wahrnehmungsverzerrende blaue Formen taucht. Die vierte Version des Projekts stellt vier Leinwände nebeneinander (vorher waren es eine, zwei und drei) und erzeugt die Illusion eines Lichttunnels. Welchen würdet ihr nehmen?

Die vier Leinwände schaffen eine 180-Grad-Erfahrung, die ihre Betrachter überwältigt und desorientiert im Raum stehen lässt. Daydream V.4 verfügt außerdem über ein Vier-Kanal-Audiosystem für räumlichen Sound, das eine Kakophonie aus Gedröhne, Störgeräuschen erzeugt, die mit synchron mit den Visuals durch den Raum jagen.

Daydreams symbiotische Beziehung zwischen Sound und Visuals ist das Ergebnis der Kombination von Ableton und der VJ-Software Resolume. Die Musik fungiert hier als Auslöser für die geloopten Visuals: „Wenn du näher und näher an die Installation herangehst, ist sie kein Objekt mehr, sondern du betrittst einen virtuellen Raum aus Schichten von Leinwänden“, erklärt Nakamoto.

Bereits im August hatten wir ein weiteres Werk von Nontak vorgestellt. Das ebenfalls auf dem Festival zu sehen war: Silhouettes dreht sich um das Zusammenspiel von Licht und Raum: „Punkte werden Linien, Linien werden Kurven. Richtungen und Umlaufbahnen werden gezogen, der Raum wird ausgerichtet und in Bewegung gesetzt. Der Raum ist kein Vakuum, sondern wird zu Materie. Er beginnt in einem Spannungsfeld aus Licht und Schatten zu tanzen“, so Nontak über Silhouettes.

Die Installation basiert auf 90 Lichtkugeln aus Halogenen mit jeder Menge DMX-Treibern. „Alles basiert auf Schatten“, erklären Nontak. „Die Leinwand sieht aus, als würde sie sich bewegen, aber das einzige, das sich bewegt, sind die Schatten. Auf der vier mal zwei Meter großen Leinwand sind außerdem 10.000 Holzstäbe installiert.“

>> Besucht hier die Website von Nonotak