Thump

Sobald du anfängst, richtig zu arbeiten, ist dein altes Feierleben zerstört

Egal wie lange du versuchst, es hinauszuzögern, irgendwann ist das Studium vorbei und das Arbeitsleben steht vor der Tür.
31.1.17
Julia Weber

Deine Augen sind schwer, deine Beine fühlen sich an, als wärst du am Vortag einen Marathon gelaufen. Du hast noch acht Stunden Arbeit vor dir, würdest dich aber am liebsten mindestens genauso lange noch mal hinlegen. Was ist passiert? Gestern wieder durchgefeiert? Nein, das war vorgestern. Aber seit du deinen ersten Vollzeitjob angetreten hast, merkst du – wie viele andere –, dass du nicht mehr so hemmungslos ausgehen gehen kannst wie früher.

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Egal wie lange du versuchst, es hinauszuzögern, irgendwann ist das Studium vorbei und das Arbeitsleben steht vor der Tür. Wenn du vorher, wie ich, irgendwas Geisteswissenschaftliches studiert hast, heißt das: deutlich weniger Freizeit, keine Flexibilität im Tagesrhythmus und eine viel höhere körperliche Belastung. Von Montag bis Freitag gilt es nun, stets pünktlich zu sein, da gibt es keinen Verhandlungsspielraum. Nichts mehr mit Vorlesungen schwänzen und sich die Aufzeichnungen vom Semester-Streber geben lassen. Keine spontanen Besäufnisse unter der Woche, die bis zum Morgengrauen dauern. Stattdessen eiserne Disziplin, schließlich musst du dir deine luxuriöse Rente von 553,50 Euro verdienen, um dir in 50 Jahren einen schönen Lebensabend zu machen.

Das Freitagsproblem

"Als Studenten waren wir immer bis 6, 7 oder 8 Uhr feiern, ohne Drogen, nur mit Saufen. Irgendwann sind wir mega müde nach Hause, das war aber alles kein Problem. Dann hab ich angefangen zu arbeiten. Freitags wegzugehen, ist seitdem echt schwierig geworden. Wenn ich das mache, muss ich auf jeden Fall vorher pennen. Bei richtig geilen Partys kommen auch mal Hilfsmittel ins Spiel." – Stephan, 33 Jahre.

Mit dem Eintritt ins Berufsleben ändert sich natürlich nicht alles, aber das meiste. Vor allem dein Feierverhalten. Unter der Woche wird es schwierig bis unmöglich, außer du hast einen sehr toleranten Arbeitgeber, der dir drei Stunden Verspätungen und ausgiebiges Kotzen in der Morgenkonferenz durchgehen lässt.

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