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Diese nervigen Fragen stellen mir Leute, weil ich mit Poker mein Geld verdiene

Weil unser Autor sein Studium nicht mit stumpfen Promo-Jobs finanzieren wollte, spielte er beim Poker um Geld. Das brachte ihm neben Adrenalin und schwankenden Einnahmen viele Fragen ein. Einige dämlich, eine existentiell.

von Jan Auer
24 Juni 2017, 9:00am

Symbolfoto: Imago

Man kann Online-Poker auch in Boxershorts spielen. Geld zu machen, während man Boxershorts trägt, finde ich die beste Variante. Und es gibt meiner Meinung nach noch mehr gute Gründe, mit Poker sein Geld zu verdienen.

Es ist nicht gerade einfach, über einen langen Zeitraum beim Pokern schwarze Zahlen zu schreiben. Aber die Herausforderung finde ich um einiges reizvoller als Studentenjobs, bei denen man irgendwelche stumpfen Aufgaben abrackert. Und die Bezahlung ist im Gegensatz zu vielen anderen Jobs super fair. Bei den meisten Nebenjobs kriegt man Mindestlohn, egal wie gut man es macht. Ob du dem Abonnenten seine Zeitung mitsamt einer frischen Tasse Kaffee an die Tür lieferst oder sie einfach nur in den Garten pfefferst – Mindestlohn. Spielst du Poker wie von einem anderen Stern (einem, auf dem extrem gut gespielt wird), dann kriegst du mehr Geld, als wenn du nur so ganz OK bist. Bist du schlecht, machst du Miese. Hart, aber fair, finde ich. Und zu guter Letzt: Man ist sein eigener Chef und kann sich seine "Arbeitszeiten" selbst aussuchen.

Es ist jetzt rund zehn Jahre her, dass ich zum ersten Mal online Poker mit echten Geldeinsätzen gespielt habe. Seitdem habe ich damit mal mehr, mal weniger meinen Kontostand in meiner Schul- und Studienzeit aufgebessert. Für mich ist es die normalste Sache der Welt, dass ich um Geld spiele. Aber wenn ich Leuten davon erzähle, merke ich, dass Poker als Geldquelle wohl doch nicht komplett etabliert ist.

Lest euch hier bei VICE Sports die fünf Gespräche durch, die unser Autor schon tausend Mal führen musste.