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Dieses Tool verrät dir, wo du landest, wenn du ein Loch quer durch die Erde buddelst

Hier ist die Antwort auf die Frage, die sich wohl jeder schon mal als Kind gestellt hat. Kleiner Spoiler: In Australien kommt keiner raus.
25.7.17
Bild: imgur

Als Kind hat sich wohl jeder mindestens einmal diese Frage gestellt: Was würde eigentlich passieren, wenn ich ein Loch immer weiter in die Erde graben würde? An welchem Ort würde ich auf der anderen Seite wieder rauskommen? Abgesehen davon, dass es einfach nicht möglich ist, ein Loch durch die komplette Erde zu buddeln, wäre es trotzdem interessant zu wissen, was genau sich tausende Kilometer unter den eigenen Füßen auf der anderen Seite des Planeten befindet. Die Antwort auf diese Frage liefert jetzt eine Website, auf der ihr genau das in Sekundenschnelle ermitteln könnt.

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Angesichts der Geographie unseres Planeten ist die Antwort auf die alte Kinderfrage leider in den meisten Fällen ziemlich ernüchternd. Denn der Großteil der Orte, an denen ihr rauskommen würdet, wäre irgendwo im Wasser. Nicht verwunderlich, schließlich sind etwa 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Der Mythos, dass, wenn man in Deutschland einen Tunnel durch die Erde buddeln würde, in Australien wieder herauskäme, ist also falsch. Egal in welchem Bundesland ihr anfangt zu buddeln, landet ihr in den Weiten des Südpazifik einige hundert Kilometer von Neuseeland entfernt. Um es bildlich darzustellen: In Kiel buddeln? Meer. In München buddeln? Meer. Und in Duisburg buddeln? Ihr ahnt es schon, wo ihr wieder rauskommen werdet: Richtig, im Meer.

Jetzt wisst ihr auch endlich, wo Trumps Tunnel wieder rauskommen würde

Es gibt nur sehr wenige Städte, von denen aus Ihr graben könntet und am Ende sogar mitten in einer anderen Stadt rauskommen würdet. Einige dieser "Partnerstädte" haben die Antipodesmap-Macher auf ihrer Website aufgezählt. Dazu gehören zum Beispiel Hong Kong und die argentinische Kleinstadt La Quiaca oder die chilenische Stadt Valdivia und Wuhai, eine Stadt im Norden Chinas.

Da würde also Trumps Tunnel enden. Screenshot: Antipodesmap.com

Mit der Website könnt ihr außerdem einige weitere sinnlose Fun-Facts herausfinden, die jeden Anhänger der Flat Earth-Verschwörungstheorie traurig machen dürften. Zum Beispiel, dass Trump, wenn er ein Loch im Keller des Weißen Hauses graben würde, im Indischen Ozean wieder hervorkommen würde.



Allerdings scheinen die Macher der Antipodes Map nicht die ersten zu sein, die Kindern aus aller Welt das mühselige Graben ersparen wollen, indem sie das Rätsel um den Tunnel-Austrittspunkt beantworten. Die Seite Freemaptools hatte schon 2007 eine erste Version ihrer eigenen Tunnel-durch-die-Erde-Funktion herausgebracht. Wenn ihr also wie Dr. Doofenshmirtz in Phineas und Ferb einen Tunnel durch die Erde bohren wollt, und für eure Planung schon einmal euren Austrittspunkt herausfinden wollt: Hier der Link zur Antipodes Map. Übrigens führt nicht jeder Startpunkt eines imaginären Erdmittelpunkttunnels ins Wasser. Pro-Tipp: Von der Iberischen Insel aus habt ihr die besten Chancen, trocken zu bleiben