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Hangover-News, 2. Juli 2018

Die News vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest

Der Kamera-Schuh eines Spanners explodiert, ein Schwerverbrecher flieht per Hubschrauber aus dem Gefängnis (sein zweiter Ausbruch) und ein Achtjähriger macht Abitur.

von Christian Fahrenbach
02 Juli 2018, 6:54am

Symbolfoto: imago | Westend61

Wir hoffen, ihr hattet ein entspanntes Sommer-Wochenende mit der einen oder anderen Hausparty. Wir wissen nicht, wie alt Johanna ist und wir wissen nicht, ob sie es möglicherweise tatsächlich manchmal etwas zu bunt treibt. Sicher aber ist, dass ihre Nachbarn nicht ihre größten Fans sind. Auf Johannas Bitte um etwas Nachsicht wegen ihrer Geburtstagsparty erhielt sie eine detaillierte Antwort, passiv-aggressives PS inklusive:

"Wer schon öfter wegen zu lauter Musik und nächtlicher Ruhestörung aufgefallen ist, reißt es mit einer gut gemeinten Nachricht vor der nächsten Party auch nicht wieder heraus."

Wir sind erstaunt ob so viel Effizienz in Sachen Deutschtum. Es mag anbetracht des Regierungsdramas, das Innenminister Horst Seehofer veranstaltet, für ihn vielleicht schwer vorstellbar sein, dass sich die Welt trotzdem weiterdreht, aber genau das ist der Fall. Die Themen jenseits des CDU-CSU-Dramas des Wochenendes, die ihr nicht verpasst haben solltet: Das Weiße Haus rätselt, wie der Anruf eines Comedians zu Donald Trump an Bord der Air Force One durchgestellt werden konnte, der Kamera-Schuh eines Voyeurs explodiert, einer der meistgesuchten Häftliche Frankreichs flieht aus dem Gefängnis und wir gratulieren einem Achtjährigen zum Abitur. Willkommen bei den Hangover-News.

Wie ein Scherzanruf direkt zu Donald Trump durchgestellt wurde

John Melendez alias Stuttering John ruft bei Donald Trump an
John Melendez alias Stuttering John | Foto: ZUMA Press

Es ist ein bisschen, als ob die Kanzlerin Paul Panzer zurückrufen würde: Podcaster John Melendez sagt, er habe für seine Show "Stuttering John" an Bord der Air Force One angerufen und sich als demokratischer Senator ausgegeben, der mit dem Präsidenten über ein Einwanderungsgesetz sprechen wolle. Von dem Telefonat gibt es Audio-Aufnahmen und es ist nicht vollständig klar, ob es wirklich Trumps Stimme ist, die da auf Melendez antwortet – andererseits hat das Weiße Haus den Vorfall nicht dementiert, erläutert vox.com, was normalerweise bereits ein sicheres Zeichen für die Authentizität des Tapes ist. Vermutlich war zunächst Schwiegersohn Jared Kushner auf den Komiker reingefallen.

Kameraschuh von Spanner explodiert

Unsere Lieblingsgeschichte aus der Kategorie "Karma is a Bitch" hat ein paar Tage gebraucht, bis sie es von der Webseite eines Polizei-Revieres in Madison, Wisconsin, auf die große Bühne geschafft hat, unter anderem berichtete der britische Telegraph: Ein 32 Jahre alter Mann hat eine Kamera in seinem Schuh installiert, um sich an Frauen heranzuschleichen und dann unter ihre Röcke zu fotografieren. "Upskirting" heißt das auf Englisch, aber in diesem Fall ist es nicht dazu kommen: Beim ersten Versuch ist die Batterie im Schuh explodiert. Auf den Ratschlag eines Freundes hin hat der Mann sich selbst bei der Polizei gemeldet.

Schwerverbrecher in Paris per Hubschrauber aus Gefängnis geflohen

Rédoine Faïd führt ein Leben wie Gangster aus einem Actionfilm: Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher Frankreichs und war ursprünglich wegen des Mordes an einer Polizistin zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. 2011 veröffentlichte er dann ein Buch über seine Karriere als Spezialist für Überfälle auf Geldtransporter. Vor fünf Jahren ist ihm die Flucht gelungen, weil er vier Wächter als Geiseln genommen und sich dann den Weg durch fünf Gefängnistüren freigesprengt hat. Er wurde erneut gefangen – und jetzt ist der 46-Jährige noch einmal entkommen: mit einem Hubschrauber aus dem Gefängnis in Réau im Departement Seine-et-Marne nahe Paris. Die Flucht dauerte nur wenige Minuten. Vermutlich hatte er mehrere Helfer.

Gefundener Geldbeutel zurückgeholt und selbst im Gefängnis gelandet

Ein ehrlicher Finder und ein vergesslicher Verlierer – viel mehr braucht es nicht, um im Knast zu landen: In Wernigerode in Sachsen-Anhalt hat ein 38-jähriger Mann seinen Geldbeutel verloren, doch dieser wurde gefunden und bei der Polizei abgegeben. Hier könnte die Geschichte enden, aber auf dem Revier ging die Story weiter. In dem Geldbeutel waren nämlich nicht nur Geld und ein paar Karten, sondern auch einige Drogen. Als die Polizei die Personalien des Besitzers überprüfte, stellte sie fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliegt – wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes. Als er seinen Geldbeutel abholen wollte, wurde er verhaftet.

Achtjähriger Belgier geht ab Herbst an die Uni

Wir möchten euch zum Ende nicht demotivieren, aber wir befürchten, hier bleibt uns nichts anderes übrig. Wie kann man denn bitte nicht angesichts der eigenen To-Do-Listen-Unfähigkeit verzweifeln, wenn man die Geschichte von Laurent Simons hört? Mit acht Jahren hat der Belgier gerade sein Abitur abgelegt. Richtig gelesen: Abi mit ACHT! Jetzt geht’s für ihn ab Herbst an die Uni. Er will Chirurg werden, Astronaut, aber Informatiker wäre auch OK. Vorher macht er erst einmal zwei Monate Urlaub, immerhin.

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