Mexiko

Alles, was du über mexikanisches Street Food wissen musst

Von Heuschrecken bis hin zu Karren voll mit Nüssen und Süßigkeiten: Die Liste der Snacks, die man in Mexikos Straßen bekommen kann, ist extrem lang—lang genug, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist

von Sarah del Moral
05 Dezember 2016, 1:00pm

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Spanisch bei MUNCHIES MX.

Von chapulines, Heuschrecken, über Hühnerfüße und Churros bis hin zu Karren voll mit Nüssen und Süßigkeiten: Die Liste der Snacks, die man in Mexikos Straßen bekommen kann, ist extrem lang—lang genug, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Hier gibt es all diese kleinen Köstlichkeiten, die uns zwischen den Mahlzeiten ein bisschen Freude bereiten.

Es ist kein Geheimnis, dass wir in Mexiko den ganzen Tag lang essen. Zwischen den „offiziellen" Mahlzeiten Frühstück, Mittag und Abendessen durchforsten wir die Straße nach Essbaren und essen es dann meist sofort auf der Stelle: im Stehen, auf dem Gehweg sitzend oder während wir zurück ins Büro oder nach Hause laufen. Wir haben so viele Möglichkeiten, unseren Hunger zu stillen: süß oder herzhaft, gesund oder fettig, für jede Tages- und Nachtzeit etwas. Die Straßen sind Mexikos größtes Restaurant.

Hier sind einige unserer liebsten Street-Food-Snacks:

Elotes

Photo Carlos Castillo.

Die riesigen Töpfe, in denen Dutzende Maiskolben kochen, gehören fest zum mexikanischen Street Food dazu. Egal wann und wo, man findet immer einen Elote-Stand. Die kleinen Maiskörner explodieren in deinem Mund, während sie sich mit Mayo und Käse vermischen. Natürlich darf ein bisschen extra Schärfe durch Salsa und Chilipulver obendrauf nicht fehlen.

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Foto von Carlos Castillo

Elotes

gibt es nicht nur gekocht, sondern auch gegrillt, die schmecken wunderbar rauchig und nach Limettensaft. Und natürlich darf man die esquites auch nicht vergessen: gekochter Mais mit verschiedenen Toppings, der aus einem Becher gegessen wird.

Cueritos

Photo Carlos Castillo.

Cueritos, eingelegte Stückchen Schweinehaut, haben dieses gewisse Etwas, weshalb wir sie so lieben. Vielleicht schmecken sie uns wegen geleeartigen Konsistenz der Schweinehaut so gut. Alleine sind sie ziemlich fad, aber wenn man sie mit frittierter Schweinehaut, etwas Käse, Sauerrahm und ein paar Tropfen scharfer Salsa Valentina serviert, wird daraus einer der beliebtesten Street-Food-Snacks Mexikos.

Palomitas und Algodones de azúcar

Photo Carlos Castillo.

Karamellisiertes Popcorn, palomitas, und riesige Portionen Zuckerwatte, algodones de azúcar, in Pastellfarben, sind das Street Food vergangener Zeiten. Heutzutage haben industriell hergestellte Süßigkeiten den Markt erobert, aber weil wir so nostalgisch sind und einen süßen Zahn haben, wird es diese Stände mit den köstlichen traditionellen Snacks wohl auf ewig bei uns geben.

Raspados und Nieves

Photo Carlos Castillo.

Vielleicht hat euch schon mal jemand gewarnt, dass das geraspelte Eis, raspados, und die Sorbets, nieves, von den Street-Food-Ständen aus Leitungswasser gemacht und dass man es wie die Pest meiden sollte, wenn man keinen explosionsartigen Durchfall oder eine heftige Mageninfektion bekommen will. Ob das wirklich stimmt oder doch nur ein Mythos ist, wer weiß. Wir Mexikaner gehen gern das Risiko ein, um ab und zu ein erfrischendes raspado mit neonfarbenem Sirup mit Limettengeschmack zu genießen.

Jicaletas

Photo Carlos Castillo.

Jicaletas gehören wahrscheinlich zu den gesündesten Snacks auf Mexikos Straßen: Eine Scheibe jícama, Yambohne, wird auf einen Holzstiel gesteckt und mit scharfer Chamoy-Sauce übergossen und mit Chilipulver bestreut. Man bekommt sie auch in Form von feingeschnittener Yambohne in einem kleinen Becher.

Dorilocos

Photo Carlos Castillo.

Dorilocos, eine ganze Packung Chips mit allen möglichen Toppings, sind der Beweis, dass Mexikaner bei ihren Snacks machen, was sie wollen. Es ist uns egal, ob wir danach eine heftige Magenschleimhautentzündung haben, wir werden unsere Chips immer in Chilisauce und Limettensaft ertränken. Dann geben wir vielleicht noch ein bisschen Mohrrübe, Gurke und Yambohne obendrauf, damit das Ganze auch etwas frischer ist und wir so einen Ausgleich zum ganzen Junk Food haben, damit wir uns nicht ganz so schlecht fühlen. Weil auch dieser Snack etwas Knuspriges vertragen kann, sind Erdnüsse als Topping immer eine gute Wahl. Dazu gibt es bei uns dann noch ein paar cueritos und fertig.

Gomitas

Photo Carlos Castillo.

Diese Gummitierchen gibt es in verschiedenen Formen als Früchte, Würmer oder kleine Cola-Flaschen, es gibt scharfe Gummitiere (ja, wir hauen auf alles Chilis drauf) oder saure und es gibt sie in allen erdenklichen Farben. Diese kleinen Snacks sind zu jeder Zeit genau das richtige für unseren süßen Zahn.

Chicharrones und Papitas

Photo Carlos Castillo.

Die kleinen verglasten weißen Karren gehören zur Stadtlandschaft Mexico Citys einfach dazu. Es gibt keinen Platz, keine Straßenecke oder Kirchvorplatz, wo man sie nicht sieht. Hier wird von papitas, Chips, bis hin zu knusprigen Schweineschwarten, chicharrones, alles verkauft—den ganzen Tag lang.

Photo Carlos Castillo.

Die knusprige Textur machen sie zu einem Snack mit Suchtpotenzial, unser wohl größtes Laster und der Grund, warum wir keine Diät durchhalten. Vor allem wenn sie a la mexicana, also mit Chilisauce, Maggi-Sauce und Limettensaft, serviert werden.

Mango mit Chamoy-Sauce

Photo Carlos Castillo.

Noch vor ein paar Jahren gab es nur im Frühling und im Sommer diese kleinen Karren, die Mangos verkauft haben. Verzweifelt sind wir gegen Ende der Saison zu denMangoverkäufern am anderen Ende der Stadt gerannt, jetzt kann man sie viel einfacher zu jeder Jahreszeit bekommen. Wir haben immer noch keine wirkliche Ahnung, woher Mangos kommen, aber das ist eigentlich egal. Uns reicht es, wenn wir unsere Mango-Gelüste überall und jederzeit stillen können.

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