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Lebensmittelpolitik

Politics of Food: Äpfel, die nach Trauben schmecken

Wir schauen uns die Hintergrundgeschichte des merkwürdigen "Grapple" an.
28.11.14

Der Grapple – ein Portmanteauwort aus dem Englischen apple und grape – ist ein Apfel, der nach Trauben schmeckt. Er wurde im Wenatchee Valley im Bundesstaat Washington, „der Apfelhauptstadt der Welt", erfunden und feiert mittlerweile kommerziellen Erfolg im Sortiment von Walmart und anderen Supermärkten. Wie wird er aber hergestellt? Laut der Verpackung sind es normale Äpfel, die mit natürlichem und künstlichem Traubengeschmack versehen werden. Mit ein bisschen Recherche stellte sich aber heraus, dass Anthranilsäuremethylester – die chemische Verbindung in künstlichem Traubengeschmack – zur Vogelabwehr eingesetzt wird. In diesem investigativen Bericht forscht der ehemalige Chefredakteur von VICE und Autor von The Fruit Hunters nach, wie der Grapple entstanden ist.

Adam spricht mit allen Beteiligten, von Bauern und Züchtern bis hin zu Pestizidverkäufern und einem Anwalt für Patentrecht, um das Thema von allen Seiten zu beleuchten. Diese Episode von Politics of Food nimmt eine der merkwürdigsten Früchte unter die Lupe, die es derzeit gibt. Adam begibt sich auf die Suche, dieses Geschmacksmysterium zu lösen und gibt so Aufschluss über die Komplexität unseres modernen Lebensmittelsystems. Dieser Apfel ist viel mehr als nur ein Kindersnack.