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Europapokal-Stimmung und Schlägerei bei Lautern-Testspiel in Brentford

Rund 1.000 FCK-Fans reisten für das Spiel nach London. Zu schwereren Ausschreitungen kam es nicht, weil die befreundeten Hooligans von FCK, 1860 und VfB keinen Gegner gefunden haben sollen.

„Please don't take me home" oder „You're my wonderwall" schallte es am Samstag durch den Westen von London. Die Lieder kamen aus den Kehlen seltener Gäste: Rund 1.000 Fans des 1. FC Kaiserslautern versammelten sich um das Stadion des Brentford FC, der zum internationalen Testspiel geladen hatte. Mit Bussen, Autos, dem Zug oder mit dem Flugzeug überquerten die reisefreudigen Lautern-Fans den Ärmelkanal und sahen ein 1:1 gegen den englischen Zweitligisten. Das Motto schien klar zu sein: Trotz grauer Zweitliga-Tristesse endlich mal wieder internationale Auswärtsfahrt-Luft schnuppern.

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Die Stimmung hatte dann dementsprechend auch einen Hauch von Europapokal-Atmosphäre und den glorreichen vergangenen Tagen. Allen voran der ehemalige Lautern-Stürmer Philipp Hofmann wurde von den FCK-Fans mit amüsanten Liedern beschenkt: Einerseits mit einer Umdichtung des EM-Kultsongs („Hofmann's on fire. Your defence is terrified…"), andererseits mit einem Lied über seine Treffsicherheit.

The @Rote_Teufel squad show appreciation to Kaiserslautern fans, shaking hands with them post-match @BBCLondonSport pic.twitter.com/fWpU6VfwYd
— Jamie Hill (@jamiephill) 23. Juli 2016

Während es in der Stadt und im Stadion zu freudigen Bildern und einer super Stimmung kam, gab es leider auch unschöne Bilder in der Nähe des Stadions: Im Internet tauchten Videos von Auseinandersetzungen von Lautern-Fans mit der britischen Polizei auf. Wie VICE Sports aus internen Quellen aus der Lauterer Fanszene erfahren hat, zettelten aber nur „einzelne Fans" einen Streit mit den Beamten an. „Überwiegend blieb es friedlich", so die Quelle, die jedoch anonym bleiben will. Offenbar waren jedoch einige Fans nur wegen möglicher Krawalle überhaupt erst nach London gereist.

„Einige—ich denke, man kann sie so nennen—Hooligans von Lautern und den befreundeten Klubs 1860 München und dem VfB Stuttgart waren in England dabei", so die Quelle aus der Fanszene. Diese Mitreisenden seien wohl „auf ein bisschen Krawall aus" gewesen. Zu Auseinandersetzungen zwischen deutschen und englischen Hooligans kam es aber nicht: „Brentford hat wohl gar keine breite Hool-Szene, weshalb die große Eskalation zum Glück ausblieb."

Incredible. @Rote_Teufel fans bouncing to Hey Jude ahead of kick off #Kaiserslautern #brentford @BBCLondonSport pic.twitter.com/Og4TW9gvXj
— Jamie Hill (@jamiephill) 23. Juli 2016