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Dagobert ist das grösste Rätsel der gegenwärtigen deutschen Popmusik. Der Schweizer singt von bürgerlichen Liebesidealen, davon, dass Frauen „zum Heiraten" da seien, lebt aber gleichzeitig wie ein Bohemien. Als ich kürzlich entdeckte, dass der Schnulzensänger die ersten zwanzig Jahre seines Lebens in meinem Nachbardorf verbracht hat, habe ich beschlossen, ihn eben dort zu treffen—in Waltenschwil, einem Aargauer Dorf in der Schweiz mit etwa 2.700 Einwohnern. Ich hab mit ihm über angeblich frauenfeindliche Lyrics, Nietzsche und die Vorteile des Aargauer Hinterlands geplaudert.
