Altcoins sind schräg

Vor ein paar Jahren waren Bitcoins für einen Augenblick die Rettung des Finanzsystems. Heute sind sie eher ein Witz.

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01 Januar 2015, 11:00am

Bitcoins waren einst sehr verheißungsvoll. Unabhängig von Banken und Regierungen versprachen sie ein sicheres, digitales, direkt von Nutzern einsetzbares Zahlungssystem. Einen Augenblick lang schien es, als könne die Kryptowährung das Finanzmittel der Zukunft werden. Dann kamen die Ableger. Anfang 2014 gab es 200 verschiedene Kryptowährungen. Während die Altcoins langsam in Vergessenheit geraten, haben sich Spekulanten inzwischen mehr als 1.000 verschiedene digitale Währungen ausgedacht. Wir stellen zehn der verrücktesten vor.

666coin: Die Erfinder nennen es die „Antwort des Teufels" auf das Phänomen der Kryptowährung. Ein Prozent der geschöpften Münzen gehen an die Hexen des Teufels und die Gemeinden der Satanspriester. (Eingeführt: Mai 2014. Status: aktiv.)

BaconBits: Eine der brauchbarsten Kryptowährungen, inspiriert vom Frühstück. Ihr Wahlspruch lautet: „Leben wie die Made im Speck!" (Eingeführt: Januar 2014. Status: aktiv.)
BBQcoin: Das Motto dieser Währung war: „Diese Münze habt ihr zum Fressen gern." Sie gehört zu den seltenen Währungen, die länger bestanden. 2014 wurde sie von Extremecoin aufgekauft, die immer noch in Umlauf zu sein scheint. (Eingeführt: Juli 2010. Status: aktiv.)

CryptoWon: Orientiert sich an der Währung von Nordkorea. Der Erfinder bot vor der Einführung zwei Millionen Münzen im Austausch für Bestechungsgelder. Bald verschwand er von der Bildfläche, und Anhänger der CryptoWons erklärten, die ganze Sache sei ein Schwindel. (Sollte im Juni 2014 eingeführt werden. Status: Erfinder vermisst.)

House of Coins: Diese Kryptowährung wurde inspiriert von der politischen Fernsehserie „House of Cards" und hatte als erste ein Führungsgremium nach dem Vorbild eines Geschäftsvorstandes mit Vorsitzendem, Vize-Präsidenten und Repräsentantenhaus. (Eingeführt: April 2014. Status: tot.)

Dafuq Coin: Diese Währung trug das Gesicht der Figur Snape aus „Harry Potter" und den Satz: „Dafuq did I just mined?" Die Frage beantwortete sich bereits 24 Stunden nach der Einführung von selbst: bösartige Software. (Eingeführt: April 2014. Status: tot.)

Fedoracoin: Diese Währung wurde vom Lieblingshut der Männer­rechtsbewegung inspiriert und angeblich sind ihre Transaktionen schneller als die von Bitcoin. (Eingeführt: Januar 2014. Status: lebendig.)

FellatioCoin: Diese Währung folgte dem Trend „Kryptowährung und Sex", und die Abkürzung auf der Münze lautet schlicht „BLO". Einige Käufer hatten gehofft, sie mal im Rotlichtbezirk einsetzen zu können, doch sie erwies sich als unbrauchbar. (Eingeführt: Januar 2014. Status: tot.)

TacoCoin: Der Erfinder wollte, „dass die Menschenheit anders Tacos kauft". Am Ende des ersten Monats ihres Bestehens fusionierte TacoCoin mit Dogecoin. (Eingeführt: Mai 2014. Status: mit Dogecoin fusioniert.)

UFO Coin: Die Erfinder hoffen, dass dies eines Tages die erste interplanetarische Kryptowährung sein wird. Sie spenden für Organisationen wie SETI, die sich mit der Suche nach Leben auf anderen Planeten befasst. (Eingeführt: Januar 2014. Status: aktiv.)