Noch so einen Angriff würde das unentgeltlich arbeitende Kollektiv finanziell nicht überstehen, heißt es weiter. Am Leben halten will man sich jetzt mit einer Crowdfunding-Kampagne—oder wie die Satiriker es selbst nennen, dem "HYDRA Kraut-Fun-Ding": Fans und Unterstützer werden auf wemakeit.com gebeten, mit ihrer Spende ein vorzeitiges Ende der Hydra abzuwenden. Ziel ist es, 3.000 Euro zu sammeln—nicht nur, um sich in Zukunft eine Rechtsschutzversicherung für mögliche ähnliche Fälle leisten zu können, sondern unter anderem auch als "Zeichen für die Meinungsfreiheit." Wie viel schöner eine Welt mit Hydra ist, veranschaulicht das Video zur Kampagne von Hydra-Mitglied und Immer-wieder-mal-VICE-Autor Maximilian Zirkowitsch am schönsten:Momentan sieht es gut aus für die Hydra: Binnen kürzester Zeit konnten bereits mehr als zwei Drittel der benötigten 3.000 Euro gesammelt werden—gleichzeitig hat sich die"Die Hydra veröffentlichte vor Kurzem ein Posting auf Facebook, welches das Logo und den Namen einer Supermarktkette mit einem der beiden Präsidentschaftskandidaten in Verbindung brachte. Darauf reagierte die Kette über eine Rechtsanwaltskanzlei mit einer Klagsdrohung wegen Urheberrechtsverletzung und Kreditschädigung sowie einer vierstelligen Honorarforderung, die binnen 24 Stunden zu begleichen war. Trotz sofortigen Einlenkens der Hydra beharrten die Anwälte auf einer umgehenden Bezahlung."
„Wir dürfen festhalten, dass wir das Magazin 'Hydrazine' zu keinem Zeitpunkt geklagt haben! Unsere juristische Vorgehensweise beinhaltete die Aufforderung zur Löschung des oben erwähnten Facebook-Postings. Die Verbindung zu politischen Gruppierungen widerspricht zu tiefst der Hofer Unternehmenspolitik. Ferner distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit von jeglichen politischen Engagements. Das Posting des Magazins überschreitet unserer Überzeugung nach die Grenze der politischen Satire und des ethischen Geschmacks.
Trotzdem und unter Berücksichtigung, dass wir das Magazin finanziell nicht belangen wollen, sind wir nach nochmaliger interner Diskussion zum Entschluss gekommen, die entstandenen Anwaltskosten - die in solchen Angelegenheiten üblicherweise weiter verrechnet werden - dennoch selbst zu übernehmen. Die vom Magazin 'Hydrazine' bereits bezahlten Kosten werden wir vollständig refundieren, sodass keine finanzielle Belastung bleibt."
