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30 Kühe starben an den Folgen eines imaginären Star Trek-Kampfes

Neues aus Bayern.
28.10.16

Symbolbild: Diese Kühe leben (hoffentlich) noch | Foto: imago | Blickwinkel

Der spanische Romanheld Don Quijote sah in Windmühlen eine feindliche Armee und bekämpfte sie. Auch ein Kind in Bayern bekriegte fiktive Feinde—mit schlimmen Folgen.

Der 11-Jährige hatte mit seiner Familie im Oktober 2013 Urlaub in einer Ferienwohnung auf dem Hof eines Milchbauers gemacht. Während des Aufenthalts spielte er die Serie Star Trek nach und kämpfte mit einem Holzstab gegen fiese Klingonen, die in Wirklichkeit auf dem Hof herumliegende Maisballen waren. Dabei stieß er Löcher in die Folie, in die die Ballen eingeschweißt waren.

Das Problem: In ihnen befand sich gehäckselter Mais, der als Viehfutter gedacht war. Durch die Löcher kam Luft in die Ballen und ließ sie verderben. Weil der Bauer die Beschädigungen nicht bemerkte, verfütterte er den Mais an seine Kühe. Mehr als 30 Tiere sollen daran gestorben sein.

Der Landwirt klagte deshalb auf 170.000 Euro Schadenersatz wegen der entstandenen Kosten für den Tierarzt und den Kauf neuer Kühe und Verluste beim Milchverkauf. Das Landgericht hat die Klage jetzt abgelehnt. Der Junge habe zwar das Eigentum des Bauern beschädigt, die Folgen davon seien ihm aber nicht bewusst gewesen. Fahrlässigkeit könne dem Kind deshalb ebenfalls nicht vorgeworfen werden. Auch habe der Vater seine Aufsichtspflicht nicht verletzt.