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"Ich bin ein Idiot": YouTube-Star PewDiePie äußert sich in neuem Video zum "Ausrutscher"

Nachdem Felix Kjellberg für seinen rassistischen Ausraster im Livestream harsch kritisiert wurde, zeigt sich der YouTuber nun reumütig.

von Emanuel Maiberg
12 September 2017, 3:44pm

Felix Kjellberg, weltweit bekannt als PewDiePie, hat sich nun in einer Video-Botschaft dafür entschuldigt, dass er in seinem jüngsten Livestream einen anderen Gamer mit dem N-Wort beschimpft hat.

"Das war etwas, das ich im Eifer des Gefechts gesagt habe. Ich habe das schlimmste Wort benutzt, das mir eingefallen ist, und das ist mir dann irgendwie rausgerutscht", sagt Kjellberg. "Ich werde nicht versuchen das zu rechtfertigen, denn dafür gibt es keine Entschuldigung."

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Kjellbergs Bedauern wirkt im Video aufrichtig und dennoch ist seine Reaktion unbefriedigend. Ich spiele selbst schon mein ganzes Leben lang Videospiele und habe oft genug erlebt, dass Menschen – mich selbst eingeschlossen – "im Eifer des Gefechts" dumme Dinge tun. Einmal wurde ich beispielsweise Zeuge, wie ein Kumpel einem anderen mit dem Nintendo 64 Controller eins über zog, weil dieser immer wieder den selben billigen Move mit Pikachu in Super Smash Bros! benutzte. Trotzdem habe ich noch nie erlebt, dass ein Freund jemandem ein rassistisches Schimpfwort an den Kopf wirft, nur weil er wütend ist.

"Es ist nicht so, dass ich denke, dass ich alles tun und sagen kann, was ich möchte, und damit davon komme. Ich bin einfach ein Idiot", rechtfertigt sich Kjellberg. "In meiner Position sollte ich es eigentlich besser wissen. Ich weiß, dass ich mir solche Ausrutscher nicht mehr erlauben kann."

Doch bisher wirkt es leider so, als ob sich Kjellberg diese Ausrutscher sehr wohl erlauben kann. Schließlich ist er mit 57 Millionen Abonnenten immer noch der beliebteste YouTuber der Welt und verdient mit seinen Streams schätzungsweise mehrere Millionen Euro im Jahr. Obwohl er wiederholt für seine Hasskommentare kritisiert wurde, ist er heute erfolgreicher als je zuvor. Darum sollte man ihm solche Ausbrüche nicht einfach so durchgehen lassen.