Metal

Der Einfluss der Schweizer Metal-Szene auf das Genre ist legendär, aber viel zu unbekannt

"Klar gibt es eine Szene. Du musst bloß nach ihr suchen" – Hier findet ihr alles, was ihr über die spannende Schweizer Metal-Szene wissen müsst.

von Noisey Staff und Catherine Fearns
23 August 2018, 9:00am

Foto: imago | POP-EYE

Wenn du an Heavy Metal denkst, ist die Schweiz vielleicht nicht das erste Land, welches dir in den Sinn kommt. Gräbst du jedoch ein bisschen tiefer, wird dir recht schnell klar werden, dass Schweizer Bands einen prägenden Einfluss auf die Metal-Geschichte hatten. Und auch heute bewegen sich die helvetischen Acts immer noch zielstrebig auf das Level von internationalen Metal-Giganten zu. Mit dem aktuellen Boom an aufregenden neuen Bands und der Reformation vieler 90er- und 2000er-Titanen steht dem Schweizer Metal vermutlich sogar eine goldene Ära bevor. Zeit, einen Blick in die dortige Szene zu werfen.

Laut der Metal-Enzyklopädie Metallum, gibt es in der Schweiz 527 aktive Metalbands. Das Land hat somit weltweit eine bemerkenswert hohe Position erreicht, auch wenn es mit anderen Metal-Wiegen wie Schweden (1968) noch nicht mithalten kann. Doch was kann denn in einem Land, welches aufgrund der regionalen Sprachunterschiede nicht mal über eine nationale Zeitung verfügt, schon über Metal gesagt werden? Klar, es gibt etliche Bands in jedem möglichen Subgenre. Gleichzeitig existiert eine Verknüpfung, welche die vielen, diversen Teile zu einem Ganzen zusammenfügt.

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Kunst eines Landes von seiner Landschaft, Kultur und Politik geprägt ist. Auch auf Metal trifft dies zu 100 Prozent zu. In den 70ern wurde die Szene noch von einigen erfolgreichen Rock- und Prog-Rock-Bands wie Gotthard, Krokus, Toad, Krokodil und The Young Gods geprägt. Doch die wirkliche Schweizer Metal-Bewegung begann erst in den 80er Jahren mit der legendären Band Celtic Frost.

Der internationale Einfluss von Thomas Gabriel Fischer, dem Gründer von Celtic Frost, sowie deren Vorgängerband Hellhammer und seinem neuesten Projekt Triptykon kann nicht verleugnet werden. Die einst eher thrashigen Black-Metal-Alben von Celtic Frost wurden immer weiter von einem Stilwechsel Richtung Doom und Avantgarde abgelöst. Ihr nun gotischer, hypnotisierender Sound wurde mit Sicherheit vom Leben im Schatten unser majestätischen Alpen inspiriert.

Bis heute ist der Einfluss der Alpen auf den hiesigen Metal deutlich spürbar. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Folk-Metal-Band Eluveitie. Die Band gilt als eine der bedeutendsten musikalischen Exporte und ist per Definition schweizerisch: "Eluveitie" ist ein Wort aus dem antiken Etruskisch und bedeutet "Schweiz". Die Band spielt auf traditionellen Folklore-Instrumenten, wie zum Beispiel der Drehorgel und dem Dudelsack. Außerdem heißt einer ihrer bekanntesten Songs "The Call Of The Mountains". Neben Eluveitie vertont auch die Post-Hardcore-Band Oregon Trail aus Neuchâtel die eher bescheidene jurassische Berglandschaft als Teil des kargen Landschaftsbildes der Schweiz. Der Einfluss der Schweizer Geographie ist also auch hier deutlich erkennbar.

Auch die viel nachgesagte Präzision der Schweizer findet sich nicht bloß an den Handgelenken der Uhrenträgerinnen und -träger – sie hat sich gesellschaftlich tief eingenistet und zeigt sich auch in der Musik. Ein leicht technisches, langatmiges Flair bleibt in allen Metal-Subgenres spürbar. Coroner gilt hierbei als prägender Wegbereiter.

Alle Bands, mit denen für diesen Artikel gesprochen wurde, führten die progressiven Züricher Thrash-Legenden Coroner als ihren bedeutendsten Einfluss an – obwohl Coroner während ihrer Blütezeit Ende der 90er international auf relativ geringes Interesse gestoßen waren. Frontmann Tommy Vetterlis chromatisches Gitarrenspiel (Halbton, Halbton, Halbton, Ratatatatat) zeigt sich auch in den Produktionen moderner Schweizer Bands wie Knut, Nostromo und Erkonauts. Vor Kurzem formten sich Coroner nach einem langjährigen Bruch neu und veröffentlichten 2016 ihr Album/Blu-Ray-Package Autopsy. Zudem legten sie beim französischen Hellfest letztes Jahr eine spektakuläre Performance hin. Steve Huber, Gitarrist der Progressive-Metal-Band Time Grid und Gitarrenlehrer an der Genfer Schule für kontemporäre Musik, äußerte sich ebenfalls zu Coroner: "Die Alben Mental Vortex und Grin haben mich stark beeinflusst. Die Band half mir, die Klischees der zeitgenössischen Musik zu umgehen und mit mehr Farben, Techniken und verschiedenen Modi zu spielen."

Wie wir wissen, hält sich die Schweiz seit Jahrhunderten mehr oder weniger erfolgreich aus allem raus, was ihrem neutralen Ruf schaden könnte, und das Bünzlitum verleiht Helvetia eine komfortable Hülle, die sie vom Rest Europas abschirmt. Dies und die gesellschaftlich schon beinahe erzwungene Bescheidenheit des typischen Schweizers und der typischen Schweizerin wird unserer Musikindustrie aber zum Verhängnis. Für Bands, die den Durchbruch tatsächlich schaffen, wird kaum geworben. Das Gratismagazin der französischsprachigen Schweiz, Daily Rock, bietet zwar ein Band-Verzeichnis und eine Plattform für Reviews. Dennoch existiert in der Schweiz kein einziges Metal-Magazin. Trotz der hochwertigen musikalischen Ausbildung an Schweizer Schulen wird laut vielen Musikern das professionelle musikalische Können nur gering geschätzt.

Was nicht vergessen werden darf, sind die riesigen regionalen Unterschiede. Der Charakter der Metalbands variiert von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt, von Kanton zu Kanton und von Sprachregion zu Sprachregion. Frederyk Rotter ist Gitarrist und Sänger der Band Zatokrev und Gründer des Basler Labels Czar of Crickets. Auch er bemerkt eine musikalische Kluft, die sich im Röstigraben am stärksten manifestiert. "Ich habe den Eindruck, dass viele Metalbands aus der Romandie ihre Wurzeln bei alternativen Hardcore- und Punk-Genres haben, wohingegen sich die Deutschweiz eher am 'wahren' oder 'klassischen' Metal anlehnt. Wenn man in der Deutschschweiz einer Band zuschreibt, sie klinge, als sei sie aus der Romandie, wissen alle genau was dies bedeutet", meint er.


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Rotter kann in der Produktion von Schweizer Metal dennoch ein Verbindungselement ausfindig machen, welches den vielfältigen Sound des Landes vereint: eine gewisse Kälte. Er erklärt: "Egal ob die Band älter ist, wie zum Beispiel Young Gods, Celtic Frost, Fear of God und Bloodstar oder wie Knut, Kruger, Nostromo, Unfold, Darkspace und Bölzer erst später aufgekommen ist – sie haben meiner Meinung nach alle etwas Trostloses, Kaltes und Eisiges, was an das Schweizer Klima und das raue Landschaftsbild erinnert."

In den letzten drei Jahren hat vor allem die damals noch unbelebte Basler Metal-Wüste eine Metal-Explosion miterlebt. Die Doom-, Death-, und Sludge-Metal-Band Zatokrev wurde 2015 als erste Metal-Band für den vielbeachteten Basler Pop-Preis nominiert und erweckte so die Szene zum Leben. Schammasch folgte ein Jahr später und wurde im selben Jahr noch Headliner fürs erste Czar Fest, welches von Czar of Crickets veranstaltet wurde. Das Czar Fest war die allererste Show für Zeal & Ardor kurz vor ihrem kometenhaften Aufstieg. Beim diesjährigen Czar Fest war die Extreme-Gothic-Metal-Band Triptykon Headliner. Hierzu meint Rotter: "Letztes Jahr fragte mich eine deutsche Zeitschrift, wie Basel denn eigentlich zu einer Metal-Stadt geworden ist. Da realisierte ich, was gerade geschah: Wir haben mehr Bands, Managements, Labels und Booking-Agenturen, die von jungen, motivierten Leuten angetrieben werden, als jemals zuvor."

Ich selbst lebe in Genf, wo mir stets gesagt wird, die Metal-Szene sei ausgestorben und bereits Ende der 90er Jahre ausgebrannt. Hältst du jedoch die Augen offen, so findest du mit Sicherheit jeden Abend eine Band, die irgendwo auftritt. Sei es auch nur vor einem winzigen Publikum. Jedes Subgenre hat seine treuen Anhänger: sowohl Impure Wilhelminas verzwickter Post-Hardcore als auch Bands wie Cardiac, Voice of Ruin, Kess’khtak, Stortregn, Rorcal und Nansis. Oft präsentieren lokale Venues insgeheim einige der bedeutendsten Namen der Metal-Geschichte. Beispielsweise spazierte ich 2017 immer wieder mal in meine Stammkneipe L’Usine, bloß um mich im Pit bei Paradise Lost, Napalm Death, Cattle Decapitation und Power Trip wiederzufinden.

Debbie Smee aus Genf reist als loyaler Schweizer Metalhead durchs ganze Land, um die bekannten Locations in Zürich, Pratteln und Lausanne zu besuchen. Sie ist mit der Aussage, Genf habe keine Metal-Szene, überhaupt nicht einverstanden. "Klar gibt es eine Szene. Du musst bloß nach ihr suchen", sagt Debbie.

Eine Schweizer Metal-Szene zu definieren ist etwa so schwierig, wie das Schweizer-Sein zu definieren. Eine Szene ist weder eine Gemeinschaft, noch ist sie ein physischer Raum. Sie ist etwas Kurzlebiges, etwas Imaginäres, Flüssiges, der Nexus einer Vielfältigkeit. Diese Szene weitet sich gerade immer weiter aus und erhält endlich das internationale Ansehen, welches sie verdient.

Dies sind die Bands, welche die Kreativität des zeitgenössischen Schweizer Metal repräsentieren:

Zeal & Ardor

Der Basler Manuel Gagneux eroberte mit seinem einzigartigen Black-Metal-Projekt 2017 die Welt. Sein experimentelles Debüt Devil Is Fine, in dem Black Metal mit Blues und amerikanischen Sklaven-Gesängen verschmilzt, erhielt weltweit hohe Anerkennung. Eine Reihe hastig arrangierter Live-Auftritte stellte außerdem seine Live-Fähigkeiten unter Beweis. Obwohl er etwas außerhalb von Basel aufwuchs, seine Bandmitglieder von seinem Heimatdorf aus anwarb und bis vor Kurzem seinen obligatorischen Schweizer Zivildienst leistete, bezeichnet er seine Musik nicht als schweizerisch. Mit seinem Zweitling Stranger Fruit schliff Manuel seinen Sound weiter und konnte Kritiker und Fans überzeugen, dass Zeal & Ardor kein One-Hit-Wunder sind. Der Erfolg führt die Band gerade mit Auftritten um den Globus und sie sind Gast bei jedem relevanten Metal-Festival.

Requiem

Requiem steht für Oldschool Death Metal. Seit 2001 hat die Band acht Alben veröffentlicht, die nebenbei auch in vielen deutschen Medien positive Reviews erhielten. Ihr neuestes Album Global Resistance Rising wurde im März 2018 veröffentlicht. Nachvollziehbare, aber keineswegs simple Strukturen machen die Band seit 20 Jahren zu einer Underground-Erfolgsgeschichte. Ihr Groove wird von mächtigem Speed und messerscharfen Riffs getragen. Die Schweizer Metal-Webseite Metalfactory.ch beschreibt Requiem als "DAS eidgenössische Aushängeschild in Sachen harten Metal". Ab Herbst 2018 ist Requiem auf einer Vielzahl Schweizer Bühnen zu sehen, unter anderem am Meh Suff! Metal-Festival in Hüttikon vom 7. - 8. September.

Nostromo

Diese Genfer Hard-/Grindcore-Band erreichte in den späten 90ern und frühen 2000ern Kultstatus, den sie unter anderem ihren Alben Eyesore (1998), Ecce Lex (2002) und dem Akustik-Album Hysteron-Proteron (2004) zu verdanken hat. Eine unglaubliche Brutalität gemischt mit unheimlicher, emotionaler Tiefe und dem einzigartigen "Meshuggah’n’roll"-Markenzeichen des Hardcore erwecken das Gefühl der Verzweiflung in einem Leben in einer identitätslosen Stadt. Ihr Kultstatus verschwand irgendwie nie ganz – trotz einer beinahe 12-jährigen Pause. Die Band kehrte 2017 plötzlich triumphierend auf die Bühne zurück. Nostromo ist zur Zeit im Studio, wo neues Material für eines der meist-ersehnten Schweizer Extrem-Metal-Alben produziert wird.

The Erkonauts

Noch eine Genfer Band, deren Einflüsse den Schweizer Metal-Giganten Coroner und Samael zugeschrieben wird. Ihr progressiver Punk- und Industrial-Sound bleibt dennoch einzigartig und unglaublich unterhaltsam. Interessanterweise erhielten The Erkonauts international weit mehr Aufmerksamkeit als lokal, was die schlechte Vermarktung von Metal in der Schweiz bestätigt und gleichzeitig ihr internationales Potenzial demonstriert. Ihr neues Album I Shall Forgive erhielt eine ganze Reihe positiver Rückmeldungen und Reviews und stellt somit ein Paradebeispiel der Schweizer Innovation dar.

Schammasch

Mit Celtic Frost als Vorreiter ist es wenig überraschend, dass sich unzählige Schweizer Black-Metal-Bands nun auch auf dem Vormarsch befinden. Hierzu zählen beispielsweise Darkspace, Bölzer, Blutmond und 3 Day of Silence. Es ist jedoch vor allem die Basler Band Schammasch, die internationale Wellen schlägt. Im Frühling war Schammasch mit der polnischen Black-Metal-Band Batushka auf Europa-Tour. Ihr atmosphärischer, stimmungsvoller Black Metal und ihre im zerklüfteten Island geschossenen Videos erinnern mehr an nordische Mythologie als an die Schweizer Berge. Ihr Name stammt von Šamaš, dem mesopotamischen Gott der Gerechtigkeit und auch ihr neuestes Album basiert auf dem surrealistischen Roman Les Chants de Maldoror aus dem 19. Jahrhundert und lässt ihr Interesse an Sagen deutlich durchsickern.

Darkspace

Darkspace wird mit sphärischem Black Metal in Verbindung gebracht, der von der kosmischen Mystik und der furchteinflössenden Majestät des Universums getragen wird. Das Berner Trio, bestehend aus zwei Gitarristen und einem Bassisten (Wroth, Zorgh und Zhaaral), vermeidet bewusst Interviews und Songtitel. Trotz ihrer Anonymität haben sie einen beträchtlichen Einfluss auf die sphärische Black-Metal-Szene. Ursprünglich von Samael inspiriert, führte Darkspace ihre kosmischen Elemente in ein viel kargeres Gebiet über. Obschon sie nur selten live auftreten, spielten sie am diesjährigen Deathfest in den Niederlanden und in Maryland.

Bölzer

Das Wort "Bölzer" heißt grob übersetzt etwas wie "chaotischer Energieausstoß" oder "Schlag" und ist zudem eine passende Beschreibung dieser zweiköpfigen Band, die 2008 in Zürich entstanden ist und sich nicht kategorisieren lässt. Die Band kombiniert Elemente aus Black-, Death- und Doom Metal mit komplexen Riffs und einer Prise Psychedelia und kreiert so ein riesiges Spektrum an verschiedenen Klängen. Ihre Texte bestehen aus sorgfältig durchdachten Referenzen über antike Kulturen, Brauchtümer und Nietzsche. Bis jetzt haben Bölzer drei EPs und ein längeres Album, Hero (2016), veröffentlicht und den Ruf, mitreißende Live-Shows zu schmeißen. Nach ihrer vergangenen Tour in Australien haben sie dieses Jahr eine Vielzahl Konzerte in Europa vor sich.

Impure Wilhelmina

Letztes Jahr feierte der Genfer Michael Schindl das 20-jährige Jubiläum seines Musikprojektes Impure Wilhelmina. Ursprünglich als Post-Hardcore betitelt, stieg die Band an der Seite vieler ähnlicher Künstler während der Blütezeit der alternativen Musik Ende der 90er Jahre in Genf auf. Die Band durchlebte etliche Veränderungen, die schließlich in einem viel melodischeren Stil resultierten. Schindls verzweifelte Melancholie bleibt über die Jahre jedoch beständig und drückt auf die Tränendrüsen seiner Zuhörer. Aufgrund der typisch schweizerischen Untertreibung konnten Impure Wilhelmina nie die internationale Anerkennung genießen, die sie verdient hätten. Dennoch erhielt die Band für ihr letztjähriges Album Radiation viele positive Reviews.

Colossus Fall

Dieses Pack liefert einen weiteren einzigartigen Sound: progressiven Sludgecore. Ihre komplexen Rhythmen, Riffs und psychedelischen Passagen untermalen die Brutalität ihrer stürmischen Live-Shows. Colossus Fall zeugt von viel Erfahrung und hätte für ihr Album Hidden Into Details (2015) definitiv mehr internationales Ansehen verdient. Ihr nächstes Album ist bereits fertig und soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden.

Voice of Ruin

Der Groove der Thrash-Metal-Band vom Ufer des Genfersees erinnert ein wenig an die amerikanischen Bands Lamb Of God und The Black Dahlia Murder. In der Schweiz werden sie für ihre leidenschaftlichen Live-Shows bewundert und ihr zweites Album Purge and Purify wurde 2017 veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit den Produzenten von Bands wie Opeth, Bullet For My Valentine und Amon Amarth konnten die nationalen Grenzen überschritten und der internationale Erfolg gezielt angesteuert werden. Im August 2018 sind sie noch bei dem Schweizer Festival Rock Altitude zu sehen.

Coilguns

Coilguns stammt aus der bekannten Uhrmacher-Stadt La Chaux De Fonds und wendet die besagte Schweizer Präzision in ihrer Musik deutlich hörbar an. Die Komplexität dieses Hardcores verdrängt Gewalt und Chaos und birgt stattdessen Elemente wie Sludge, Grindcore und gar Black Metal. Alle Bandmitglieder sind ehemalige Mitglieder des deutschen Prog-Metal-Kollektivs The Ocean. 2018 dreht sich jedoch alles um Coilguns. Ihr neues Album Millennials wurde im März dieses Jahres veröffentlicht. Im Herbst gehen sie auf Europa-Tour.

VIVRUM

Die Death-Metal-Band aus Zürich wurde 2007 gegründet und stieß vor allem in den USA auf großes Interesse. Ihre Einflüsse schreibt sie vor allem anderen amerikanischen Bands zu: unter anderem Animals As Leaders und Chimaira. 2016 wurde ihre erste EP Illuminance veröffentlicht, die in Reviews gerne als "Brutal Beauty" beschrieben wird, was auf ihre komplexen, aggressiven und gleichzeitig unglaublich kreativen und eleganten Kompositionen zurückzuführen ist. Die Band war im Frühling dieses Jahres mit der australischen Progressiv-Metal-Band Ne Obliviscaris und der amerikanischen Extreme-Metal-Band Allegaeon auf Europa-Tour.

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