Motherboard

Facebook will, dass ihr eure Nacktbilder hochladet – zu eurem eigenen Schutz

Mit einem neuen Feature möchte Facebook gegen Rachepornos vorgehen. Dafür müssen Nutzer der Plattform jedoch einen großen Vertrauensvorsprung geben.
9.11.17

Facebook hat eine neue Strategie entwickelt, um gegen die Verbreitung von Rachepornos auf seiner Plattform vorzugehen: Ihr sollt dem sozialen Netzwerk freiwillig Nacktbilder von euch zeigen, damit Facebook solche Bilder sofort identifizieren kann, wenn sie jemand anderes ohne euer Einverständnis verbreiten möchte.

Das neue Feature, das gerade in Australien getestet wird, funktioniert dabei so: Zuerst lädst du ein Foto von dir im Facebook Messenger hoch, indem du eine Nachricht an dich selbst schickst. Dann markierst du dieses Foto für Facebook als "intime Aufnahme", die nicht ohne dein Einverständnis verbreitet werden darf.

Daraufhin versieht Facebook das Bild mit einem sogenannten "Hash", erstellt also einen individuellen digitalen Fingerabdruck für die Datei. Facebook erklärt, dass nur die Hashes, nicht jedoch die Bilder gespeichert werden. Versucht nun ein anderer Nutzer deine Nacktfotos auf Facebook hochzuladen, gleicht Facebook das Bild mit den gespeicherten Hash-Werten ab – ist ein markiertes Bild darunter, kann das Bild nicht hochgeladen und verbreitet werden. Was Sicherheitsforscherin Lesley Carhart dazu zu sagen hat, lest ihr auf Motherboard.