i-D

Die Generation Shuffle bringt den Jazz zurück

Wenn man Jazz hört denkt man vielleicht an Namen wie Miles Davis oder Charlie Parker, aber wohl kaum jemandem wird eine coole Londoner Underground-Szene in den Sinn kommen, die langsam aber sicher ihren Weg findet.

von Matthew Whitehouse
06 Juli 2017, 7:23am

In Londoner Kellerbars lebt Jazz gerade wieder so richtig auf. Von der avantgardistischen Atmosphäre im Total Refreshment Centre in Dalston über die linken Versammlungen in der St James the Great Church in Clapton kommt eine neue Generation von Künstlern zusammen, um das Genre von ihren berühmten Vorgängern zu übernehmen. Mit einer Mischung aus Afrobeat, Jungle, House und Grime erschaffen sie einen Sound, der weit über seine traditionellen Grenzen hinausgeht. Jazz ist nicht mehr nur auf Konzerthallen beschränkt, sondern plötzlich überall. Auf NTS, im Boiler Room und auch beim Glastonbury Festival, wo Kano vergangenes Wochenende den Tuba-Spieler Theon Cross zu sich auf die Bühne geholt hat. Es ist unbearbeitete Musik, sie ist selbstgemacht und nicht wirklich der Sound der Clubs. Warum also hören alle Jazz?

Für Adam Moses von Jazz re:freshed hat diese Aufmerksamkeit aber lange auf sich warten lassen: "Aus unserer Perspektive ist das merkwürdig, denn wir machen das ja schon sehr lange."

Weiterlesen auf i-D.