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Dein CBD-Weed kannst du dir zukünftig von diesem Schweizer Rapper liefern lassen

An bestimmten Orten bekommst du das Weed innerhalb von zwei Stunden.
14.12.17
Foto: Website CBDX

Der Rapper LXcellent aus dem Zürcher Oberland ging am Sonntag mit seinem CBD-Unternehmen CBDX online. Der MC flowt nun nicht nur über Gras, sondern macht sich damit gleich selbständig und du kannst jetzt dein CBD-Weed direkt bei einem Schweizer Rapper bestellen. Wir haben uns mit Alex Loosli, wie LXcellent bürgerlich heisst, über das legale Weed-Business unterhalten.

Durch die Legalisierung von CBD-Gras konnte der Rapper seine Passion für Pflanzen und seinen Wunsch, selbständig zu werden, unter einen Hut bringen. LXcellent produziert dabei alles zusammen mit einem Freund als Geschäftspartner und will den Brand in der Schweiz gross machen – das ist noch realer DIY. Seine Musik und der Brand haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun, aber das eine helfe dem anderen, vor allem in der Startphase des Shops. Das Ziel des neuen Unternehmen ist es, diverse CBD-Shops in der ganzen Schweiz aufzurüsten. Nebenbei haben sie auch noch einen kleinen Lieferdienst im Zürcher Oberland, bei welchem du dir ihr Weed nach Hause bestellen kannst. Wenn du in der Stadt wohnst, bekommst du dein CBD-Gras per Post zugeschickt. Sie versprechen, dass du deine Bestellung in Uster innerhalb von zwei Stunden bekommst und in Zürich, wenn du vor 16:20 bestellst innerhalb von 24 Stunden – ob dies wirklich möglich ist, musst du wohl selber rausfinden, unsere Testportion ist jedenfalls pünktlich angekommen. "Die Qualität ist bei uns gross geschrieben, wir nehmen nur die besten Blüten, ernten und schneiden sie per Hand. Wir stecken halt auch voll mit Herzblut dahinter. Es hat so viel CBD auf dem Markt, das wirklich schlecht ist und einen komischen Geschmack hat. Doch es gibt auch einzelne gute Brands, bei denen du den Joint deinen Freunden geben kannst und sie merken den Unterschied vom Geschmacklichen her nicht", erzählt mir der Rapper, als ich ihn auf den Geschmack von CBD anspreche.

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Trotz der momentan grossen Nachfrage in der Schweiz, tönt es danach, dass das CBD-Business keine Goldgrube ist. "Nur schon mit dem neuen Tabaksteuergesetz, das seit März gilt, kann man direkt 25% vom Endverkaufspreis abgeben. Ebenfalls herrscht in der Schweiz ein krasses Überangebot an CBD. Anfang Jahr waren es noch fünf Produzenten und mittlerweile sind es um die 410. Was mir schon ein wenig Angst macht, ist, dass der Rohstoffpreis auf die Hälfte gesunken ist, dass färbt jetzt langsam auf den Einzelhandelspreis ab. Darum müssen wir uns vielleicht auch anpassen", berichtet Alex.

Alex betont, dass auf dem Schweizer CBD-Markt viel schlechtes Gras angeboten werde. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt. Alex sieht den Grund dafür aber hauptsächlich in der Produktion. "Wenn du nicht selber anbaust, kannst du gar keine gute Qualität erreichen. Das Growen braucht viel Erfahrung, sonst kann es nicht gut werden", sagt der Musiker. Um in der Schweiz CBD legal anbauen zu dürfen, braucht man eine Lizenz. Die hat das Unternehmen seit Mitte Jahr. Direkt im Anschluss startete die Planung und der Rapper und seine Freunde stiegen mit 20.000 Franken in das CBD-Game ein.



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