Der Playboy und die Musiker: eine Liebesgeschichte in Musikvideos

Musiker und der Playboy bestäubten sich wie Bienchen und Blümchen. Anlässlich Hugh Hefners Tod gedenken wir heute der wilden Romanze.

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28 September 2017, 1:10pm

Screenshot von Vimeo aus dem Video "Work it (uncensored) Nelly ft Justin Timberlake" von bigmanjoe008

Mit 91 Jahren friedlich im Kreise geliebter Menschen zu sterben, ist durchaus OK. Auch wenn man in Hugh Hefners Fall berechtigte Zweifel daran haben darf, dass er sich nun an einem besseren Ort befindet. Denn welcher Ort sollte besser sein als die Playboy Mansion (wenn man Hugh Hefner ist)?

Hefner stand für vieles: Sexuelle Befreiung, Dekadenz, wilde Partys und nicht zuletzt kompromissloses Ausleben seiner Träume. Alles Dinge, mit denen sich auch eine andere Personengruppe identifizieren kann: Künstler, oder genauer: Musiker.


VICE-Video: "Eine kleine Einführung zu Sexspielzeug für Männer"


Wenn nicht in der sagenumwobenen Grotte gefeiert oder in den 22 Zimmern der Villa Videos gedreht wurden, dann zierte zumindest das ikonische Bunny-Logo die T-Shirts, Unterschwäsche oder Bauchnabelpiercings der Musik- und deren Fanwelt (und nicht zuletzt auch gewisser Redaktionsmitglieder hier bei Noisey). Playboy war Life in den 2000ern. Die legendäre Playboy-Episode bei MTV Cribs , wo normalerweise Musiker, Schauspieler oder Sportler gefeatured wurden, dürfte wohl auch den letzten Zweifler davon überzeugen, dass der Playboy mehr war als nur ein Männermagazin.

Das hat sich in den letzten Jahren etwas geändert. Die Auflage sank, die Mansion wurde verkauft, zwischenzeitlich wurden sogar als Reaktion auf die eher konservative Einstellung zu Nacktheit von Facebook und Apple (welche wichtige Marketing- oder Vertriebswege für das Magazin sind) keine vollständigen Nacktbilder mehr gezeigt.

Aber wie sagten die alten Römer: De mortuis nihil nisi bene. Also erinnern wir uns zusammen an die glorreichen, Strassstein-besetzten Zeiten der 2000er, wo eine Einladung in die Playboy Mansion der ultimative Beweis dafür war, dass du es geschafft hast. Besser gings nicht. Außer vielleicht, wenn du auch noch ein Musikvideo dort drehen durftest.

Nelly feat. Justin Timberlake – "Work it"

Welcome to Nellyville und willkommen in einem der ultimativen HipHop-Videos des Jahres 2003. Playboy Mansion, utopische Austin-Powers-Effekte und der pantomimische Flötentanz. Wer übrigens verzweifelt nach der 1080-Pixel Version sucht: Gebt es auf. Es sind die 2000er, Baby.

Weezer – "Beverly Hills"

Neben HipHop schwang sich noch eine weitere Musikrichtung in den 2000ern in bis dahin unerreichte Höhen empor: Poprock. Dass Geeks in der Playboy Mansion feierten und vor allem gefeiert wurden, ist wohl das ultimative Bild des Lebensgefühls der 2000er Kids: Millennium, alles ist möglich, jetzt gehts erst richtig los!

Zebrahead – "Playmate of the Year"

Da wir von Pop-Rock sprachen: Dazu zählt natürlich vor allem die Kategorie Pop-Punk und deren Captain Obvious-Vertreter Zebrahead mit dem Video zu "Playmate of the Year". Falls jemand nun nostalgisch werden sollte: Die Band gibt es tatsächlich immer noch und bringt nächstes Jahr ein neues Album raus! *2000er-High-Five*

Theoretisch gäbe es auch noch ein Video von Pitbull. Aber da wir ja ankündigten, nichts als Gutes über die Toten zu sagen und zu zeigen, lassen wir das sein und den Song von U2 erst recht und durchstöbern lieber unsere Schubladen nach unserem alten Playbunny-Bauchnabelpiercing. Es ist immer noch alles möglich!

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